junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Finde das kleine Glück

Vor einiger Zeit war ich auf einer alternativen Gesundheitsmesse. Ich habe mich da als Qigong-Trainerin mit einem Workshop vorgestellt. Weil es eine kleine Messe war, sind alle TeilnehmerInnen gebeten worden, sich auch noch mit einem Stand zu präsentieren. Da hatte ich nun ein echtes Problem. Natürlich verfüge ich über Flyer und Material, das man auslegen kann. Aber das ist eigentlich eine recht langweilige Angelegenheit nur Zettel auszulegen. Ich wollte mit den Leuten reden. (Zugegeben: Ich rede wirklich gern mit allen möglichen Menschen) Also brauchte ich einen Aufhänger um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. „Hallo – haben sie schon mal Qigong gemacht?“ – Das fand ich dann schon ein bisschen doof.

Also habe ich mir etwas anderes ausgedacht. Ich habe ein großes Glas mit getrockneten Puffbohnen. Die habe ich mir aufgehoben, weil ich die einfach schön fand. Diese Bohnen habe ich also mitgenommen und alle Leute die an meinem Stand vorbei kamen angesprochen. Und zwar mit folgenden Worten: „Darf ich ihnen etwas schenken?“ Ha – damit hatte ich sie glatt gefangen! Alle Menschen lassen sich gern etwas schenken. (naja, die Meisten) Ich habe sie dann 3 Bohnen auswählen lassen. Natürlich wurde ich immer gefragt, wozu das denn das gut sei. Mit ernster Miene habe ich dann erklärt, dass diese drei Bohnen in die linke Jacken-, Hosen oder Sonstwas-Tasche kommen. Und immer wenn etwas Schönes passiert, etwas Freundliches, etwas Angenehmes, dann nimmt man eine der Bohnen und packt sie auf die andere Seite. Anschließend habe ich das „Daumen-hoch-Zeichen“ gemacht und grinsend erklärt: „Und wenn alle Bohnen am Abend in der anderen Tasche sind, dann war es ein guter Tag!“

Ich sag Dir: Niemand, aber auch absolut kein Mensch, hat bei diesen Worten nicht angefangen zu lächeln. (Ich habe da einige Stunden gestanden und habe mich absolut nicht gelangweilt, obwohl ich nichts zu verkaufen hatte. Und ich hatte natürlich auch kein Problem nette Gespräche zu führen.)

Irgendwann kam mal eine Frau ganz stolz auf mich zu und meinte, dass sie schon zwei Bohnen in der anderen Tasche hätte.

Genau das ist es nämlich: Man muss das Glück auch erkennen! Sprich: Anerkennen. Es sind die kleinen Dinge, die wir viel zu selten schätzen. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, Jemand der einem an der Kasse vorlässt, weil man nur einen Artikel hat, jJemand, der sich bückt, weil uns etwas herunterfällt,

Nimm drei Bohnen, drei Kastanien, drei Steinchen … was immer Dir einfällt und mach Dich mal auf die Suche nach dem kleinen Glück. Du wirst erstaunt sein, wie oft Du es eigentlich übersiehst, wenn Du nicht darauf achtest.

Ja, renn nur nach dem Glück
doch renne nicht zu sehr
denn alle rennen nach dem Glück
das Glück rennt hinterher.

– Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

glueck


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Sei kreativ

Mit dem Thema Kreativität haben sich schon viele Leute beschäftigt. Natürlich gibt es auch einen Artikel von Wikipedia dazu. Dort wird diese Eigenschaft, wie folgt beschrieben: „Kreativität ist allgemein die Fähigkeit, etwas vorher nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu kreieren.“ Zum Glück ist dieser Beitrag etwas umstritten, denn ich kann da nicht ganz mitgehen.

Etwas Neues schaffen … da kann man ja noch relativ leicht zustimmen.

Wenn ich etwas bastle, male, schreibe … dann war es vorher nicht da. Also ist es neu.

Aber ist es originell? Für mich schon. Schließlich denke ich mir etwas aus das ich ganz toll finde. Dummerweise müssen das die Anderen nicht auch so sehen. Das geht mir oft so wenn ich mal wieder ein neues Buch veröffentliche. Ich finde es ganz toll und denke: Das wird weggehen wie warme Semmeln. Und dann dümpeln die Verkaufszahlen bei Amazon vor sich hin. Tja. Ich fand es gut … und die Welt nimmt kaum Notiz davon. War ich aber deswegen nicht kreativ?

Ist es vorher noch nicht dagewesen? Wenn ich es geschaffen habe, dann war es ja vorher noch nicht da. Aber sicher gab es sowas ähnliches schon mal. Ich habe zwar etwas kreiert, aber es ist nicht wirklich total neu. Eigentlich war alles schon mal da. Selbst so ein Text über Kreativität. Ralph Hiltman hat auf seinen Zeit-zu-Leben-Seiten beispielsweise einen klugen Beitrag zu diesem Thema geschrieben.

Macht es dann aber noch Sinn etwas Neues zu machen?

Wenn ich an das gute Gefühl denke, das ich habe, wenn ich mal wieder ein Buch fertig geschrieben oder auch nur einen neuen Blogartikel veröffentlicht habe, dann sage ich. Ja

Ja, es macht Sinn, etwas zu erschaffen. Auch wenn es vorher schon tausend ähnliche Dinge, Bilder oder Geschichten gab. Ein richtig gutes Beispiel dafür sind die Märchenbücher von Alexander Wolkow. Der hat bei seinem ersten Werk „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ ziemlich nah beim „Zauberer von Oz“ gelegen. (O.K. – Ich gebe es zu, selbst ich als Fan kann nicht abstreiten, dass er abgekupfert hat.) Das Ergebnis ist aber so toll geworden und hat tausende Kinder (wie mich) glücklich gemacht. Das wäre echt schade gewesen, wenn er dieses Buch (aus dem noch mehrere andere entstanden sind) nicht geschrieben hätte, nur weil ihm eingefallen ist, dass sowas schon mal da war.

Und wie ist es mit der Beständigkeit?

Hat Kreativität nur Sinn, wenn das Ergebnis bleibt? Was ist mit einer besonders schönen Torte, einem ausgefallenen Essen oder einer wunderschönen Seifenblase? Das ist doch auch kreativ, so etwas zu backen, zu kochen oder einfach nur den Dreh raus zu haben.

Da gibt es eine amerikanische Künstlerin, die schafft beeindruckende Blumen-Mandalas. Die sind wunderschön und haben dabei aber keine lange Lebensdauer. Nicht nur weil sie welken, sondern weil Kathy Klein sie einfach auf der Erde auslegt und sie dann Sonne und Wind überlässt. Der Prozess des Schaffens, ist es wohl, der sie reizt. Vielleicht ist es genau das, warum ich mich auch immer gleich wieder an ein neues Buchthema wage.

Ich mag indessen die Synonyme, die mir mein Thesaurus vorschlägt wirklich viel lieber, als die Erklärung, die Wikipedia liefert. Er bietet mir als andere Worte für Kreativität nämlich eine ganze Reihe weiterer Bezeichnungen an. Am besten gefallen mir davon: Berufung, Einfallsreichtum, Fantasie, Ideenreichtum, Inspiration und Schöpfertum.

Ganz gleich, ob wir nun etwas völlig Neues schaffen oder einfach nur irgend etwas schaffen. Es wird immer auf eine gewisse Art anders sein, als die „Vorlage“. Selbst Kunstfälscher erstellen keine 100%ige Kopie eines Werkes. Wir sollten uns also von nichts und niemanden daran hindern lassen, dass zu machen, was wir schon immer machen wollten.

Also schreibe, male, texte, bastle, schauspielere, singe … sei kreativ.

Und wenn dir im Moment nix einfällt, dann versuch es doch mal mit einem Blumen-Mandala wie Kathy Klein. Hier als Anregung der Link zur Bildersuche.

Dein Werk muss keineswegs so beeindruckend sein, wie diese wunderschönen Bilder. Man kann ja klein anfangen. Hier ist übrigens mein Versuch:

mandala


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Respekt

Im Radio singt Joe Cocker „Respect yourself“. Ich wackle mit dem Kopf im Takt der Musik und denke mir: Recht hat er, der Mann. Wer soll mich denn respektieren, wenn ich es nicht tue? Während ich noch so vor mich hin tänzle, fällt mir ein, dass das Wort Respekt in unserm Sprachgebrauch kaum noch vorkommt.

Man bezeichnet sich vielleicht als Fan von Jemandem. Gurus haben Anhänger, Blogger haben Follower. Aber wer hat eigentlich meinen Respekt? Eventuell der Dalai Lama? Und wenn, warum?

Vielleicht muss ich erst wieder einmal nachgraben, was das Wort Respekt bedeutet. Diesmal schaue ich nicht zuerst bei Wikipedia nach, sondern hole mein altes „Petri Fremdwörterbuch“ aus dem Schrank. Leider kann ich nicht so richtig herausfinden, wann es gedruckt wurde. Aber es ist schon recht alt, denn die Schrift erscheint noch in „alten Buchstaben“. Zu Respekt erklärt man mir: Rücksicht, Achtung, Ehrerbietung, Verehrung, Ehrfurcht. Das klingt eigentlich logisch. Zumindest mit einigen Synonymen kann ich etwas anfangen.

Da wäre zuerst einmal die Rücksicht. Oft genug nimmt man ja auf andere Leute Rücksicht. Heute nehme ich mal auf mich Rücksicht. Wenn ich müde bin, dann lege ich mich hin und schlafe. Wenn ich traurig bin … dann esse ich eine Tafel Schokolade. An diesem Punkt glaube ich, dass das mit der Rücksicht doch nicht ganz so gemeint ist.

Ich versuche es lieber noch einmal von vorn. Rücksicht besteht eigentlich aus zwei Wortteilen. Zuerst kommt das RÜCK. Das hängt sicher mit zurück zusammen und ist daher ja irgendwie nach hinten, zur Vergangenheit hin, gerichtet. Und SICHT kommt von sehen. Da bin ich mir jetzt aber ganz sicher. Wenn ich das zusammenbastle, dann ergibt sich für mich folgendes Bild: Ich sehe nach hinten, erinnere mich an meine Lebensgeschichte und kann so erkennen, warum ich jetzt in der Gegenwart so und nicht anders bin. Das leuchtet ein.

Muss ich jetzt so bleiben wie ich bin, nur weil mir in meinem Leben dieses oder jenes passiert ist? Oder liegt es viel eher daran, wie ich zurücksehe? Wie ich das Vergangene bewerte? Ich kann es als gute oder schlechte Erfahrung ablegen oder ständig als Entschuldigung mit mir herumtragen. Wie meine Rücksicht aussieht, das kann ich immer wieder neu definieren. Interessant.

Kommen wir zur Achtung. Ich glaube das ist einfacher. Wenn ich auf etwas achte, dann bin ich aufmerksam. Ich soll mir also Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht mehr als bisher? Ich schätze, da geht noch was. Meist dreht sich unsere Aufmerksamkeit ja eh um andere Menschen, irgendwelche Dinge oder um …. Also: Ab jetzt mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Belange!

Ehrerbietung. Na das ist ja auch so ein Wort aus dem vorigen Jahrhundert! Zum Glück besteht es wieder aus zwei Teilen. EHRE und BIETEN. Wenn ich etwas biete, also anbiete (vielleicht meinen Gästen), dann gebe ich es freiwillig. Aber wie ist das mit der Ehre? Was ist das? Eigentlich ist das doch vollkommen überholt. Jetzt muss ich doch wieder zu Wikipedia. Das ist mein Glück denn dort finde ich „Ehre bedeutet in etwa Achtungswürdigkeit oder „verdienter Achtungsanspruch“.“ Na diese Erklärung gefällt mir aber. Wenn ich das mit meinen vorherigen Gedanken zusammenbringe, dann folgt daraus, dass ich mir meine Aufmerksamkeit doch eigentlich verdient habe. Ich muss sie mir nur freiwillig zugestehen.

Bleiben noch Verehrung und Ehrfurcht. Das sind beides recht komische Wörter.

Dabei ist das mit der Verehrung gar nicht so schlimm. Wikipedia meint: „Eine Verehrung ist eine ehrerbietige Liebe. Vergleichbare Begriffe sind „(mit Liebe verbundene) Hochschätzung“ oder „Bewunderung“. In diesen Zusammenhängen ist ein Verehrer ein „Bewunderer“, aber auch ein „Liebhaber“.“ Da kann man doch wohl mitgehen. Man darf ja wohl schon mal sein eigener Bewunderer sein.

Bei der Ehrfurcht bekomme ich nun aber doch Bedenken. Schließlich steckt da das Wort Furcht mit drin. Ich will mich nicht fürchten und breche jetzt meine Überlegungen ab. Im Radio laufen inzwischen eh schon seit geraumer Zeit andere Lieder. Die Musik ist nicht schlecht, aber der englische Text rauscht nur so an meinem Ohr vorbei. Warum nur hat mich bloß diese eine Zeile mit „respect yourself“ zu solchen Gedankengängen verführt? Respekt, Joe Cocker!

Achtung

Bildquellenangabe:        Dieter Schütz / pixelio.de


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Networken

Ein Gastartikel von Monika Bradtke

„Eigentlich hatte ich schon ein erfolgreiches Leben bis hierher, aber ich will mich noch nicht zufrieden geben mit dem bisher Erreichten.“

Nein,ich gehöre nicht zu den Frauen die eine Midlife-crisis haben und nun ihr Leben umkrempeln müssen. Ich habe nur mein Leben geplanter Weise verändert und bin noch beim „Einrichten“. Aber ich fange mal von vorn an zu erzählen.

Eigentlich bin ich schon mein ganzes Leben immer sehr zielgerichtet an die Dinge herangegangen.

Hatte ich mir eine Aufgabe gestellt ,dann habe ich auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Lösung gefunden. Aber das heißt nicht ,dass immer alles problemlos lief. Es brauchte Jahre ,bis ich mich den privaten Problemen wirklich stellte und sie nicht weiter nur „verpflastert“ oder ignoriert habe .

Auch im beruflichen Bereich gab es immer wieder neue Herausforderungen ,die mich letztendlich auch wachsen ließen. Die Veränderungen annehmen und was draus machen ,wurde nach und nach zu einer Lebensphilosophie . Man kann sein Leben nicht verplanen ,aber man kann planen was man vom Leben haben will.

So haben wir,mein Mann und ich schon vor vielen Jahren geplant,wie unser Lebensalltag nach dem Arbeitsleben aussehen soll. Viel Reisen solange es die Gesundheit erlaubt-das stand auf dem 1.Platz.Nun begann aber das voraussichtliche Rentenalter für meinen Mann schon viele Jahre eher als für mich.Also mussten wir auch finanzielle Pläne vorbereiten. Aber nicht nach dem Motto-wenn wir mal zu Hause sind ,dann …. Wir haben jeden Tag genutzt und unserer Leben abwechslungsreich eingerichtet und somit auch schon viele Träume erfüllt .

Als es dann für mich die Möglichkeit gab mit dem Berufsleben aufzuhören ,war das kein Schnitt oder Einbruch ,denn ich hatte mich ja auf neue Aufgaben eingerichtet. Da mir ja viel mehr Zeit als früher zur Verfügung stehen würde ,hatte ich mich schon mit dem Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen ,beschäftigt. Dabei stellte ich leider auch fest ,dass nicht nur nette Leute in dieser Branche unterwegs sind. Irgendwann lernte ich dann bei Xing Jemanden kennen ,der mir anbot das Networken zu lernen. Anfangs war ich noch etwas skeptisch ,doch dann sagte ich mir ,du bist noch nicht zu alt um was Neues anzufangen; und Herausforderungen haben mich ja schon immer gelockt.Nun bin ich dabei mir bei SMC meine Selbständigkeit aufzubauen ,habe Kontakt zu vielen neuen, netten Menschen und bin sehr gespannt wie sich diese Sache weiterentwickeln wird.

Ich kann nur dazu raten , das Leben nicht an sich vorbeischleichen zu lassen ,sondern ganz aktiv mitgestalten . Rückschläge oder Reinfälle kann man auf allen Wegen erleben ,sie dürfen nur nicht bestimmend sein ,denn auch aus den meisten Fehlern kann man noch was lernen.

Wer zu dieser Thematik noch ein wenig mehr wissen möchte ,kann sich auf meiner Xingseite mit mir in Verbindung setzen. https://www.xing.com/profile/Monika_Bradtke

und wer noch ein bisschen mehr übers Networken wissen möchte http://www.smc-erfolg-ist-einfach.com/bradtke/index.php

netz

Bildquellenangabe: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de


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Sei dankbar

Na das ist mal eine Aufforderung, könntest Du jetzt denken. Wofür soll man denn dankbar sein? Dafür, dass man den begehrten Ausbildungs- oder Studienplatz damals und später den tollen Job nicht bekommen hat? Dafür, dass die angeblich beste Freundin hinter dem Rücken seltsame Sachen erzählt oder überhaupt mal wieder alles schief gegangen ist?

Wofür sollst Du denn nun dankbar sein?

Wenn Du es nicht weißt oder erkennst, dann müssen wir uns der Sache erst einmal vorsichtig nähern. Also fragen wir wieder einmal Wikipedia:

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird. Man kann dem Göttlichen, den Menschen oder sogar dem Sein gegenüber dankbar sein, oder allen zugleich.“

Ein positives Gefühl sollen wir also haben. Sowas wie Glück oder Zufriedenheit.

Dann sollten wir uns zuerst einmal an die schönen Dinge in unserem Leben erinnern.

  • Du hast eine tolle Wohnung? Sei dankbar dafür!
  • Du hast einen prima Job? Sei dankbar dafür!
  • Deine Beziehung läuft gut? Sei dankbar dafür!

Jetzt kommt natürlich wieder meine Aufforderung eine Liste zu schreiben. Mach mindestens einmal in der Woche eine Aufstellung mit wenigstens 10 Punkten wofür Du dankbar bist. Manchmal wird sie sich kaum von der Vorwochen-Liste unterscheiden. Manchmal wird etwas dazu kommen, manchmal etwas verschwinden. Aber sicher werden immer noch genug Punkte übrig bleiben, für die Du dankbar sein kannst.

Und wenn es niemanden Konkretes gibt, bei dem Du Dich bedanken kannst? Dann wende Dich ans Universum, ans Sein oder einfach nur ans Leben. Hauptsache Du sagst Danke.

Aber was ist mit den Punkten, die nicht so gut in deinem Leben laufen?

  • Deine Beziehung geht den Bach runter?
  • Du hast Deinen Job verloren?
  • Über Dir sind Leute eingezogen, die den ganzen Tag nur Party machen?

Und jetzt komme ich und sage Du sollst dankbar sein. Na schönen Dank auch!

Natürlich wäre es jetzt vollkommen blöd, sich auch einfach dafür zu bedanken. In Krisensituationen ist es jedoch wichtig nicht in einer negativen Gedankenspirale zu versinken. Denke jetzt nun nicht: „Immer ich, immer läuft alles schief bei mir.“ Gerade in schweren Zeiten darf man sich nicht von den eigentlichen Problem auffressen lassen. Such jetzt noch stärker das Gute in deinem Leben. Und sei dankbar dafür.

Du hast wirklich echte Freunde, die zu dir halten? Sei dankbar dafür!

Natürlich ist es an den Haaren herbeigezogen, wenn ich Dir jetzt einreden will, dass Du Dich schon lange nicht mehr in Deinem alten Job wohlgefühlt hast und Du dankbar sein sollst, dass Du gezwungen bist, eine neue Chance zu ergerifen. Das funktioniert nicht. Stattdessen solltest Du mal überlegen, wann es in deinem Leben Situationen gab, bei denen sich ein scheinbares Unglück oder Missgeschick im Nachhinein als echte Alternative erwiesen hat. Sei auch dafür dankbar.

Also musst Du noch einmal eine Liste machen. Auf der stehen dann solche Sachen, die am Anfang gar nicht gut aussahen und dann doch noch richtig gut wurden. Sei auch dafür dankbar!

Dann machst Du eine dritte Liste. Darüber schreibst Du dein größtes Problem und dann denkst Du Dir einfach irgendwelche fiktiven Lösungen aus, für die Du dankbar bist.

So nach dem Motto: Ich habe meinen Zug verpasst!

Das ist nicht schön – aber

  • Ich bin dankbar dafür, dass ich jetzt Zeit habe mir die fremde Stadt genauer anzusehen.
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich mit fremden Menschen ins Gespräch komme.
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich ein tolles Restaurant entdeckt habe.
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich jetzt mein Buch doch noch zu Ende lesen kann.
  • Ich bin dankbar dafür, …

Natürlich scheint Dir das zuerst sehr an den Haaren herbeigezogen. Versuch es doch einfach mal. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du magst Deine Wohnung nicht mehr? Zieh in Gedanken in ein anderes Stadtviertel, eine andere Gegend, ein anderes Land. Probleme mit dem Job? Stell Dir vor, dass Du ein freiwilliges ökologisches Jahr machst, als Au Pair nach USA gehst. Jetzt denkst Du sicher ich spinne! Selbst dazu bist Du nicht zu alt. Es gibt eine tolle Seite dafür www.aupair-50plus.de/.

Aber darum geht es ja in erster Linie nicht. Es geht darum nicht im Jammertal der eigenen Probleme zu versinken. Sei dankbar für das, was Du hast. Und stell dir vor, wie viele Möglichkeiten es noch gibt. Du musst sie ja nicht einmal alle ergreifen. Aber sehen solltest Du sie schon. Sei einfach dankbar dafür, dass sie da sind

dankeBildquellenangabe:        Rainer Sturm / pixelio.de


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Freude oder Vergnügen?

Das Leben soll uns noch was bieten! Wir wollen Action, Spaß, Vergnügen...

Manchmal kann es einfach nicht genug sein und wir hetzen der Abwechslung hinterher. Immer mehr, immer schneller, immer lauter, immer ausgefallener.

Und trotzdem beschleicht uns oft das Gefühl, dass es das gerade nicht ist (oder war). Ein kurzer Kick … und dann muss schon das nächste Abenteuer kommen. Da fehlt doch auch mal wieder was. Vielleicht die Freude?

Wikipedia beschreibt diese Emotion so:

Freude ist der Gemütszustand[1] oder die primäre Emotion[2], die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Je nach Intensität äußert sie sich als Lächeln, Lachen oder einem Freudenschrei.

Im weiteren Sinne kann auch der Auslöser einer Freude, eine frohe Stimmung oder ein frohes Dasein als Freude bezeichnet werden. Der Begriff Glück wird manchmal im Sinne von Freude verwendet.“

Wenn es um das Vergnügen geht, dann liefert diese Seite folgende Auskunft:

„Erich Fromm unterscheidet zwischen „Vergnügen“ als kurzzeitigem Hochgefühl und „Freude“ als dem Gefühl, das man auf dem Weg hin zur menschlichen Selbstverwirklichung verspüre. Freude als Lebensprinzip steht für Fromm somit im Gegensatz zu Vergnügen als Lebensprinzip (siehe auch Hedonismus), wobei letzteres nach Fromm ein Kennzeichen der Konsumgesellschaft ist.“

Wenn man sich weiter mit den Frommschen Aussagen beschäftig, dann kann man für sich folgende Unterteilung finden:

        Vergnügen = kurzzeitiges Hochgefühl, dem oft eine gewisse Leere folgt

        Freude = Fülle aus sich heraus erleben

Vergnügen kann man sich erkaufen, Freude muss man schon (selber) erleben.

Daher kommt es auch, dass Du Dich an bestimmte Sachen in Deinem Leben so intensiv erinnern kannst. Dieses Gefühl am Stand zu sitzen und in die untergehende Sonne zu schauen. Der Moment, in de m Du Dich getraut einfach mal einen Baum zu umarmen. Der Anblick der umliegenden Berge, als Du es bis auf den Gipfel geschafft hattest. Das sind Erinnerungen, die Dir keiner nehmen kann. Die sind einzigartig und unbezahlbar.

Freude ist, wenn man Fromm glaubt, wenn wir aufmerksam, schöpferisch und aktiv sind. Er bringt es mit diesen Worten auf den Punkt: „Glücklich sein heißt Fülle erleben – und nicht Leere, die gefüllt werden muss.“

Ich persönlich finde, der Mann hat Recht. Trotzdem sollten wir uns seine Aussage nicht einfach zu Eigen machen. Der Sommer ist die beste Zeit ein Experiment zu wagen. Machen wir uns auf die Suche um die Worte des Psychoanalytikers zu überprüfen. Was bringt uns mehr?

Freude oder Vergnügen?

Vor allem aber stellt sich die Frage: Wovon können wir länger zehren? Welche Erinnerungen sind wertvoller?

Probier es aus.

Paradies


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Liebe Deinen Nächsten

Das ist komisch: Dieser Beitrag ist mit Liebe Deinen Nächsten überschrieben und im letzten Artikel ging es darum, nicht jede Bitte, die an Dich herangetragen wird, zu erfüllen!

Da hast Du Recht – es scheint sich auf den ersten Blick wirklich etwas zu widersprechen. Doch das tut es nur, weil ich in der Überschrift nur die Hälfte des Bibelzitats verwendet habe.

Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst.

So lautet es vollständig.

Heute geht es aber  nicht um Nächstenliebe, sondern um Selbstliebe.

Sei mal ehrlich: Liebst Du Dich selbst?

  • So richtig?
  • Nur ein bisschen?
  • Oder gar nicht?

Aber Du möchtest schon, dass andere Menschen Dich lieben. Nun stellt sich die Frage: Warum sollen Dich andere Menschen lieben, wenn Du Dich selber nicht magst?

Dieses Frage-und-Antwort-Spiel können wir noch eine ganze Weile fortsetzen. Darin kann es um Wertschätzung, Anerkennung und Achtung gehen. Immer wieder wird die dabei Frage auftauchen, wie Du Dich selbst unter diesem Aspekt betrachtest.

Und sei mal ehrlich: Warum denn nur sollen Dich andere Leute gut finden, wenn Du (die Dich am besten kennt) Dich nicht gut findest?

Weil Du auf die Meinung der anderen nur relativ wenig Einfluss hast, solltest Du zuerst einmal an deinem eigenen Urteil arbeiten.

Liebe … wie Dich selbst!

Also fang an, Dich selber zu lieben. Bring Dir Wertschätzung entgegen. Zolle Dir Anerkennung.

Du weißt nicht wofür?

Dann nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe als Überschrift:

Ich bin toll,  weil ich:

Darunter kommen dann die Sachen aus deinem Leben, die Du gut kannst und welche guten Eigenschaften Dich ausmachen. Und komm mir jetzt bloß nicht mit dem Argument, das es da nichts gibt. Überlege. Schreib auf, was Dir in den Sinn kommt.

Du wirst eine ganze Menge aufzählen können. Das wird erstaunlich viel werden. Glaub es mir. Es muss dir bloß einfallen.

Du kannst:

  • Einen Computer bedienen (sonst könntest Du diese Zeilen nicht lesen)
  • Lachen, singen, malen, zuhören, tanzen ….

Du bist:

    • Lustig, neugierig, freundlich, aufgeschlossen, tierlieb ….
    • eine gute Zuhörerin, eine begeisterte Leseratte, eine tolle Gärtnerin ….

Lass Dir Zeit. Über Tage, oder sogar Wochen. Immer wenn Dir etwas Neues einfällt, dann schreib es mit auf diese Liste. Du wirst erstaunt sein, was Du für ein liebenswerter Mensch bist. Du bist es wert, dass Du Dich selbst schätzt. Sei also ab jetzt Deine beste Freundin, dein größter Fan und Dein persönliches Grupie.

Gewöhn Dich schon mal an diesen Gedanken:  Auf das Thema werden wir noch öfter zurückkommen. Versprochen!

liebe