junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Freude oder Vergnügen?

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Das Leben soll uns noch was bieten! Wir wollen Action, Spaß, Vergnügen...

Manchmal kann es einfach nicht genug sein und wir hetzen der Abwechslung hinterher. Immer mehr, immer schneller, immer lauter, immer ausgefallener.

Und trotzdem beschleicht uns oft das Gefühl, dass es das gerade nicht ist (oder war). Ein kurzer Kick … und dann muss schon das nächste Abenteuer kommen. Da fehlt doch auch mal wieder was. Vielleicht die Freude?

Wikipedia beschreibt diese Emotion so:

Freude ist der Gemütszustand[1] oder die primäre Emotion[2], die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Je nach Intensität äußert sie sich als Lächeln, Lachen oder einem Freudenschrei.

Im weiteren Sinne kann auch der Auslöser einer Freude, eine frohe Stimmung oder ein frohes Dasein als Freude bezeichnet werden. Der Begriff Glück wird manchmal im Sinne von Freude verwendet.“

Wenn es um das Vergnügen geht, dann liefert diese Seite folgende Auskunft:

„Erich Fromm unterscheidet zwischen „Vergnügen“ als kurzzeitigem Hochgefühl und „Freude“ als dem Gefühl, das man auf dem Weg hin zur menschlichen Selbstverwirklichung verspüre. Freude als Lebensprinzip steht für Fromm somit im Gegensatz zu Vergnügen als Lebensprinzip (siehe auch Hedonismus), wobei letzteres nach Fromm ein Kennzeichen der Konsumgesellschaft ist.“

Wenn man sich weiter mit den Frommschen Aussagen beschäftig, dann kann man für sich folgende Unterteilung finden:

        Vergnügen = kurzzeitiges Hochgefühl, dem oft eine gewisse Leere folgt

        Freude = Fülle aus sich heraus erleben

Vergnügen kann man sich erkaufen, Freude muss man schon (selber) erleben.

Daher kommt es auch, dass Du Dich an bestimmte Sachen in Deinem Leben so intensiv erinnern kannst. Dieses Gefühl am Stand zu sitzen und in die untergehende Sonne zu schauen. Der Moment, in de m Du Dich getraut einfach mal einen Baum zu umarmen. Der Anblick der umliegenden Berge, als Du es bis auf den Gipfel geschafft hattest. Das sind Erinnerungen, die Dir keiner nehmen kann. Die sind einzigartig und unbezahlbar.

Freude ist, wenn man Fromm glaubt, wenn wir aufmerksam, schöpferisch und aktiv sind. Er bringt es mit diesen Worten auf den Punkt: „Glücklich sein heißt Fülle erleben – und nicht Leere, die gefüllt werden muss.“

Ich persönlich finde, der Mann hat Recht. Trotzdem sollten wir uns seine Aussage nicht einfach zu Eigen machen. Der Sommer ist die beste Zeit ein Experiment zu wagen. Machen wir uns auf die Suche um die Worte des Psychoanalytikers zu überprüfen. Was bringt uns mehr?

Freude oder Vergnügen?

Vor allem aber stellt sich die Frage: Wovon können wir länger zehren? Welche Erinnerungen sind wertvoller?

Probier es aus.

Paradies

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