junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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7 Beispiele, warum Du unbedingt über den eigenen Tellerrand schauen solltest

Du glaubst Dir geht es schlecht und die Welt ist gemein zu Dir?

Du fragst Dich ständig: Warum immer ich?

Schau dich doch mal um: Jeder der etwas aus eigener Kraft erreicht hat, der musste mit Rückschlägen und Niederlagen zurecht kommen.

Beispiel Nr. 1 habe ich hier ja schon mal erwähnt.

  1. Rosmarie Buri. Sie hat ihre schmerzlichen Erfahrungen in ihrem Buch „Dumm und Dick“ aufgeschrieben.
  2. Harry-Potter-Autorin J.-K. Rowling musste etliche Absagen von verschiedenen Verlagen hinnehmen, ehe der erste Band der Erfolgsreihe erschien.
  3. „Kann nicht spielen! Etwas kahlköpfig! Kann ein bisschen tanzen!“ So wurde Fred Astaire vor seiner Karriere eingeschätzt.
  4. Schlagersänger Roland Kaiser war so krank, dass man ihm eine neue Lunge einsetzen musste. Inzwischen singt er wieder.
  5. Der Lehrer des weltberühmten Oprensängers Enrico Caruso sagte, dass er überhaupt keine Stimme habe und nicht singen könne.
  6. Albert Einstein wurde als Kind mit den Worten  „geistig langsam, ungesellig und immer in seine törichten Träume abschweifend“ beschrieben.
  7. Motivationstrainer Jürgen Höller war erst ganz oben und dann ganz unten. Das beschreibt er sehr gut in seinem kostenlosen eBook. (Kannst Du Dir mit Klick auf das Bild unten holen)

hoellerBildschirmfoto-Quelle: http://www.und-immer-wieder-aufstehen.de/

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Mach mal was, was Du noch nie gemacht hast

Über den inneren Schweinhund haben wir ja schon gesprochen. (Sorry – das Thema wird uns immer mal wieder begegnen.) Der möchte natürlich auch, dass alles so bleibt wie es ist. Im Fachjargon nennt man das Leben, so wie wir es kennen und gewohnt sind, Komfortzone. Das hat nichts damit zu tun, dass es gerade besonders komfortabel ist. Nein, es ist nur bequem. Bequem auf diese Art, dass wir uns auskennen. Wir wissen was wir können, müssen, dürfen… In diesem Bereich haben wir (so einigermaßen) den Durchblick. Hier sind wir emotional zu Hause. Wissen wo’s langgeht. Lauter sowas. Selbst die Probleme sind uns bekannt.

Das ist so ein bisschen, als ob man in einem abgeschirmten Raum lebt. Jeder Schritt raus – kostet Überwindung. Da ist etwas Neues, etwas Unbekanntes. Wir können nicht einschätzen, was passieren wird, denn wir haben keine Möglichkeit auf bisherige Erfahrungen zuzugreifen. Das ist möglicherweise eine unangenehme Situation. Der wollen wir uns vielleicht lieber doch nicht aussetzen.

Merkst Du was? Norbert, der innere Schweinehund, hat wieder mal erbarmungslos zugeschlagen. Er redet uns ein, dass wir mit einer neuen Situation nicht umgehen können. Wir wären eventuell überfordert und würden uns im Falle eines Falles sogar lächerlich machen. Und das Allerdümmste ist, je älter wir werden, desto mehr Einwände können wir gegen neue Erfahrungen auftischen.

Darum lassen wir alles so wie es ist.

Glaub mir, ich kenne solche Situationen gut. Als ich mein erstes E-Book bei Amazon hochgeladen habe, da habe ich innerlich richtig gezittert. Was ist wenn mich „die Welt“ ablehnt? Wenn ich mich bis auf die Knochen blamiere? Meine Sorge war total unbegründet. Man hat kaum von meinem Werk Notiz genommen und die wenigen Reaktionen waren überwiegend positiv. Inzwischen bereitet mir das Veröffentlichen keine Bauchschmerzen mehr. Fertig geschrieben, hochgeladen, etwas Werbung gemacht und schon geht es an das nächste Projekt.

Eindeutig: Ich habe meine Komfortzone erweitert. Und es war gar nicht schlimm.

Und jetzt bist Du gefragt.

Zuerst einmal: Erinnere Dich an Situationen, die Du durchgestanden hast, obwohl es sich dabei um unbekanntes Terrain handelte. Was war das für ein Gefühl, es doch getan zu haben?

Hier ein Beispiel: Eine Tante von mir war vor einiger Zeit Witwe geworden. Sie hatte zwar einen Führerschein, aber all die Jahre saß ihr Mann am Steuer des Autos. Nun wollte sie gern zu Verwandten fahren um sich etwas abzulenken. Ihre Kinder hatten natürlich keine Zeit sie von Hamburg bis nach Thüringen zu fahren. Also nahm sie kurzerhand Fahrstunden, setzte sich dann mit klopfenden Herzen ins Fahrzeug und begab sich auf ihre erste große Reise. Sie hat es geschafft und fährt jetzt problemlos überall dorthin, wo sie es möchte.

Also, wann hast Du (freiwillig oder unfreiwillig) Deine Komfortzone erweitert?

Und wie hast Du Dich danach gefühlt?

Nun die Aufgabe: Mache etwas, was Du noch nie gemacht hast. (Aber eigentlich schon immer mal tun wolltest, denn es soll ja auch ein bisschen Spaß dabei sein.)

Damit Du siehst, dass ich hier nicht nur so rumschwafle erzähle ich Dir von meinem neuesten „Experiment“. Alle drehen Videos und veröffentlichen die dann im Internet. Irgendwie habe ich mir das nicht so richtig getraut. Schließlich kannte ich mich damit nicht aus. (Achtung: Sie verlassen gerade ihre sichere Komfortzone meint mein innerer Schweinehund zu diesem Thema.)

Aber ich habe es trotzdem getan. Das Ergebnis ist wahrlich alles andere als professionell. Und ich bin trotzdem stolz auf mich!


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Auf der Suche nach der Stille

Halt doch mal inne. Wir haben August. Mehr als das halbe Jahr ist schon um. Du brauchst Dich nicht zu wundern, wir alle haben das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht. Viel schneller als früher. Da war es eine Ewigkeit von Weihnachten bis zu den Ferien und fast noch länger bis es endlich wieder Geschenk gab. Und heute?

Die Tage, Wochen und Monate rennen nur so vorbei. Wir haben kaum Zeit um anzuhalten, Atem zu holen, Kraft zu tanken. Selbst der langersehnte Urlaub bringt kaum die gewünschte Erholung. Und wenn, dann holen uns die aufgetürmten Wäscheberge oder der Stress im Alltag schnell wieder zurück. Die Tage und selbst die Nächte sind laut und voller Hektik. Die Stille bleibt auf der Strecke. Wir bleiben auf der Strecke.

Aber sind wir mal ehrlich. Wer ist schuld daran? Wer zwingt uns alle 5 Minuten auf unser Handy zu schauen, sofort nach dem Heimkommen das Radio oder den Fernseher anzuschalten? Jetzt komm mir nicht mit dem Argument, dass Du das brauchst.

Ich stell Dir mal ganz provokativ eine Frage: Kannst Du mit Dir selbst alleine sein?

So ganz allein. Ohne andere Menschen, ohne künstliche Geräusche, ohne Ablenkung? So ganz in der Stille?

Kannst Du das noch? Oder hast Du dann das Gefühl gleich zu platzen?

Ich bin Qigong-Trainerin. Genau diese Aussage höre ich oft von Leuten, die im Alltag recht hektisch sind, wenn sie langsame Übungen ausführen sollen. „Ich brauch Power, Action … ich muss mich bewegen“ folgt dann oft noch. Gerade diesen Menschen würde es besonders gut tun, wenn sie ihr Leben etwas zurückfahren würden. Entschleunigen. Stiller werden.

Und wie ist es bei Dir? Kannst Du die Stille noch ertragen. Oder dröhnt sie dir in den Ohren? Wirst Du ganz unruhig, wenn Du „nichts“ hörst?

Mach mal den Test.

Zugegeben in der Stadt ist das nicht immer ganz einfach. Aber es gibt Museen, Kirchen, Bibliotheken – da ist es erfahrungsgemäß oft recht still. Vielleicht gibt es aber einen Park in Deiner Nähe? Auf dem Land ist es einfacher. Geh hinaus – in den Wald oder streife über die Felder. Lass die Musik zu Hause und stell das Handy auf lautlos, wenn du denkst Du brauchst es unbedingt, weil Du ja stürzen und Dir ein Bein brechen könntest. Such Dir also einen Platz und setze dich bequem hin (oder lehne dich an einen Baum) Wirf einen Blick auf deine Uhr und schließe wenn Du kannst die Augen. Höre einfach auf die Stille und tue nicht. Denk nicht mal, obwohl das recht schwer ist. Und wenn Du glaubst, dass Du es nicht mehr aushältst oder, dass 10 Minuten um sind, dann schau auf die Uhr.

Wenn Du mehr als 5 Minuten ausgehalten hast, dann bist Du schon richtig gut. Dafür darfst Du Dir als Steigerung für das nächste Mal eine viertel Stunde vornehmen.

Und wenn Du weniger als 5 Minuten ausgehalten hast? Dann besteht akuter Übungsbedarf.

Du brauchst das nicht?
Doch glaub mir. Du brauchst das.

In der Stille angekommen

In der Stille angekommen
gehe ich in mich,
stehe ich zu meinen
Stärken und Schwächen,
liegen mir mein Leben
und die Liebe
am Herzen.

In der Stille angekommen,
sehe ich mich, dich, euch
und die Welt
mit anderen Augen,
mit den Augen des Herzens.

In der Stille angekommen,
höre ich auf mein Inneres,
spüre ich Geborgenheit,
lerne ich Gelassenheit,
tanke ich Vertrauen.

 © Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
Quelle: »Herznah«, 2003

nichts


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Was Leonardo da Vinci mit dem inneren Schweinehund zu tun hat

Wenn man etwas schaffen will, dann ist das A und O dabei, dass man sich an seinen Plan hält und sich nicht vom Inneren Schweinehund davon abhalten lässt. Dieser Typ hat nämlich den perfiden Vorsatz, dass er uns genau dort haben (oder lassen) will, wo wir gerade sind. Veränderungen sind ihm ein echter Greul.

Seit ich „Günter, der innere Schweinehund“ von Stefan Frädrich und Timo Wuerz in den Händen hatte, habe ich eine ganz neue Beziehung zu meiner persönlichen Entwicklungsbremse. Meine Hemmvorrichtung heißt übrigens Norbert. Der ist manchmal ziemlich dick und auch ganz schön ausgekocht. Er hat sich nämlich etwas ganz perfides einfallen lassen. Und zwar nachdem ich die Sache mit der Bequemlichkeit mit ihm ausdiskutiert habe. (Es gibt nämlich jetzt feste Auszeiten zum Lesen und Faulenzen. Dann fällt das unter Erholung und Regeneration. Das muss auch mal sein – und wird so geplant, dass es gut passt und kein schlechtes Gewissen macht).

Er will mich jetzt immer zum Prokrastinieren überreden. Was das ist? Das ist der Fachausdruck für die Aufschieberitis. Die kennen wir ja wohl alle. Und Wikipedia erklärt uns den Begriff auch noch mal ausführlich.

Also Norbert schafft es schon immer wieder mal, dass ich dieses und jenes tue, statt mich um meinen ganz persönlichen Plan zu kümmern. Er bringt mich dazu, irgendetwas Unwichtiges zu erledigen und mich an vollkommen belanglosen Sachen festzuspielen. „Du musst jetzt erst noch das machen, bevor …“ flüstert er mir ins Ohr. Das Schlimme ist, dass ich trotz jahrelanger Übung im Umgang mit meinem Inneren Schweinehund manchmal doch noch auf ihn hereinfalle. Am meisten zieht sein Argument: „Der große Leonardo da Vinci war auch ein richtiger Prokrastinator. Da bist Du doch in bester Gesellschaft.“ Der hatte tatsächlich viele unvollendete Werke und etliche seiner Vorhaben halbfertig liegen gelassen.

In so einer Situation hilf nur Eines. Oder besser gesagt, da helfen zwei Sachen. Zuerst einmal bekommt Norbert einen kräftigen Tritt in den Hintern! Das passiert, indem ich schon mal erkenne, was da gerade wieder abläuft. Mit der Erleuchtung kommt dann auch die Möglichkeit etwas gegen diese unbefriedigende Situation zu tun. Getreu dem Motto: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“

Jetzt hilft es die Gedanken zu sammeln und sich zu überlegen was wirklich wichtig ist. Was will ich – und wie erreiche ich das? Mit einem konkreten Plan kann man selbst den trickreichsten Inneren Schweinehund außer Gefecht setzen.

Die einfachste Form ist eine simple To-Do-Liste. Gegen die hat Norbert gewöhnlich keine Argumente mehr. Und wenn er mir mal wieder mit da Vinci kommt, dann sag ich ihm, er soll mal warten, bis ich so bekannt bin wie dieser.

mano