junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Mach mal was, was Du noch nie gemacht hast

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Über den inneren Schweinhund haben wir ja schon gesprochen. (Sorry – das Thema wird uns immer mal wieder begegnen.) Der möchte natürlich auch, dass alles so bleibt wie es ist. Im Fachjargon nennt man das Leben, so wie wir es kennen und gewohnt sind, Komfortzone. Das hat nichts damit zu tun, dass es gerade besonders komfortabel ist. Nein, es ist nur bequem. Bequem auf diese Art, dass wir uns auskennen. Wir wissen was wir können, müssen, dürfen… In diesem Bereich haben wir (so einigermaßen) den Durchblick. Hier sind wir emotional zu Hause. Wissen wo’s langgeht. Lauter sowas. Selbst die Probleme sind uns bekannt.

Das ist so ein bisschen, als ob man in einem abgeschirmten Raum lebt. Jeder Schritt raus – kostet Überwindung. Da ist etwas Neues, etwas Unbekanntes. Wir können nicht einschätzen, was passieren wird, denn wir haben keine Möglichkeit auf bisherige Erfahrungen zuzugreifen. Das ist möglicherweise eine unangenehme Situation. Der wollen wir uns vielleicht lieber doch nicht aussetzen.

Merkst Du was? Norbert, der innere Schweinehund, hat wieder mal erbarmungslos zugeschlagen. Er redet uns ein, dass wir mit einer neuen Situation nicht umgehen können. Wir wären eventuell überfordert und würden uns im Falle eines Falles sogar lächerlich machen. Und das Allerdümmste ist, je älter wir werden, desto mehr Einwände können wir gegen neue Erfahrungen auftischen.

Darum lassen wir alles so wie es ist.

Glaub mir, ich kenne solche Situationen gut. Als ich mein erstes E-Book bei Amazon hochgeladen habe, da habe ich innerlich richtig gezittert. Was ist wenn mich „die Welt“ ablehnt? Wenn ich mich bis auf die Knochen blamiere? Meine Sorge war total unbegründet. Man hat kaum von meinem Werk Notiz genommen und die wenigen Reaktionen waren überwiegend positiv. Inzwischen bereitet mir das Veröffentlichen keine Bauchschmerzen mehr. Fertig geschrieben, hochgeladen, etwas Werbung gemacht und schon geht es an das nächste Projekt.

Eindeutig: Ich habe meine Komfortzone erweitert. Und es war gar nicht schlimm.

Und jetzt bist Du gefragt.

Zuerst einmal: Erinnere Dich an Situationen, die Du durchgestanden hast, obwohl es sich dabei um unbekanntes Terrain handelte. Was war das für ein Gefühl, es doch getan zu haben?

Hier ein Beispiel: Eine Tante von mir war vor einiger Zeit Witwe geworden. Sie hatte zwar einen Führerschein, aber all die Jahre saß ihr Mann am Steuer des Autos. Nun wollte sie gern zu Verwandten fahren um sich etwas abzulenken. Ihre Kinder hatten natürlich keine Zeit sie von Hamburg bis nach Thüringen zu fahren. Also nahm sie kurzerhand Fahrstunden, setzte sich dann mit klopfenden Herzen ins Fahrzeug und begab sich auf ihre erste große Reise. Sie hat es geschafft und fährt jetzt problemlos überall dorthin, wo sie es möchte.

Also, wann hast Du (freiwillig oder unfreiwillig) Deine Komfortzone erweitert?

Und wie hast Du Dich danach gefühlt?

Nun die Aufgabe: Mache etwas, was Du noch nie gemacht hast. (Aber eigentlich schon immer mal tun wolltest, denn es soll ja auch ein bisschen Spaß dabei sein.)

Damit Du siehst, dass ich hier nicht nur so rumschwafle erzähle ich Dir von meinem neuesten „Experiment“. Alle drehen Videos und veröffentlichen die dann im Internet. Irgendwie habe ich mir das nicht so richtig getraut. Schließlich kannte ich mich damit nicht aus. (Achtung: Sie verlassen gerade ihre sichere Komfortzone meint mein innerer Schweinehund zu diesem Thema.)

Aber ich habe es trotzdem getan. Das Ergebnis ist wahrlich alles andere als professionell. Und ich bin trotzdem stolz auf mich!

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