junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Warum es gut ist, wenn man mal wieder daran erinnert wird: Der Weg ist das Ziel.

Ein Kommentar

Ich war am vergangenen Wochenende wieder einmal zu einem sehr interessanten Seminar. Das Thema lautete „Qigong und Bogenschießen“.

Wer mich länger kennt, der weiß, dass ich Qigong liebe und daher ist es nicht verwunderlich, dass ich gern zu so einer Fortbildung fahre. Eigentlich könntest Du mich jetzt fragen: Du hast doch gerade deine Prüfung als Qigong-Trainerin gemacht, da musst du dich doch nicht gleich wieder zum Lehrgang. Doch muss ich, werde ich dir dann mit heftigem Kopfnicken antworten. Weil ich (wie im vorigen Beitrag) gern mal über meinen Tellerrand schaue und auf solchen Veranstaltungen immer viel für meine eigenen Kurse lerne. Und außerdem habe ich so eine tolle Kollegin kennengelernt. Wer in der Nähe von Bremen wohnt, sollte unbedingt mal einen Qigong-Kurs bei Doris Rath belegen.

Aber darauf will ich gar nicht hinaus.

Das Bogenschießen soll heute mein Thema sein.

Bis zum vergangenen Wochenende habe ich schon mal ab und zu einen Bogen in der Hand gehabt. Da hieß es: Pfeil einlegen, spannen, irgendwie zielen und loslassen. Und genau so sah das Ergebnis aus.

Jetzt wurde alles anders. Ohne es vorher zu wissen, war ich nämlich bei einem der bekanntesten Trainer Norddeutschlands gelandet. Manfred Meyer hat mein Bild vom Bogenschießen in wenigen Stunden gründlich verändert. Nicht das Loslassen des Pfeiles ist das Wichtigste, sondern all die kleinen Schritte vorher.

Hinstellen, Ankommen, die Position Eins einnehmen. Jeder Schritt wird sorgfältig und achtsam ausgeführt. Auch die, die nun folgen. Dazu kommt der Atemrhythmus, der sich den einzelnen Phasen anpassen soll.

Das war so viel Vorbereitung!

Und genau diese ist die Voraussetzung, dass man sein Ziel auch erreichen wird. Natürlich gibt es keine Garantie (im Leben und auch beim Bogenschießen), dass man mit einer ordentlichen Vorbereitung immer ins Schwarze trifft. Aber die Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu landen, ist bedeutend größer.

Und noch etwas ist mir aufgefallen. Wenn man alle diese Teilschritte in Ruhe und Achtsamkeit ausführt, dann ist es gar nicht mehr so ganz doll wichtig, ob man auch genau in die Mitte es Zieles trifft.

Die einzelnen Schritte korrekt auszuführen, schafft eine ganz eigene Art an Befriedigung.

Als ich wieder zu Hause war, habe ich erstaunt festgestellt, dass es mir nicht nur beim Bogenschießen so geht. Eine achtsame Herangehensweise an die verschiedensten Arbeiten schafft eine Gelassenheit, die eine stille Freude entstehen lässt. Ein Gefühl, das jenseits von Stress und Hektik liegt.

Es stimmt halt doch: Der Weg ist das Ziel.

 

bogen

Bildquellenangabe:        RainerSturm / pixelio.de

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Ein Kommentar zu “Warum es gut ist, wenn man mal wieder daran erinnert wird: Der Weg ist das Ziel.

  1. Du hast das sehr schön beschrieben mit der achtsamen Herangehensweise, die eine Gelassenheit schafft, welche eine stille Freude entstehen lässt. Und dass es dann micht mehr so doll wichtig ist, ob man auch genau in die Mitte des Zieles trifft…
    … bzw. genau das Ziel erreicht, das man sich ursprünglich vorgenommen hatte, würde ich jetzt ergänzen. Wichtig ist, ins Handeln zu kommen und dabei ist es ganz wichtig, dies aus der eigenen Mitte heraus zu tun!
    Eine kleine Korrektur zu Deinem Bericht hätte ich noch: auch beim Bogenschießen sollte sich der Atemrhythmus nicht den einzelnen Phasen anpassen (ebenso wie beim Qi Gong, wo der Atemrhythmus nicht den Bewegungen angepasst wird), sondern die einzelnen Teilschritte beim Bogenschießen sollten (ebenso wie die Bewegungen beim Qi Gong) dem individuellen Atemrhythmus folgen.

    Doris

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