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Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Gib dich nicht mit weniger zufrieden!

Manchmal ist es einfach wie verhext. Man sucht und sucht und findet einfach nicht das, was man sich vorstellt. Ich brauchte beispielsweise einen speziellen Jahreskalender für 2016 zum Ausdrucken. Der sollte pro Monat auf ein Blatt passen, die vier wichtigsten Mondphasen anzeigen und auch noch Platz für eventuelle Einträge haben. Und irgendwie gefallen sollte er mir auch noch. Nach dem ich länger als eine Stunde im Internet verbracht hatte und schon bei der fünften Google-Seite bei der Suche „Mondkalender zum Ausdrucken“ angekommen war, habe ich beschlossen mir meinen eigenen Kalender zu bauen. Ich hatte eine bestimmte Vorstellung – und die wollte ich verwirklicht sehen. Sich mit weniger zufriedenzugeben war keine Option.

Daher habe ich mir einen einfachen Word-Kalender auf meinen Rechner geladen. Die Mondphasen eingetragen und die vorgegebene Tabelle nach meinen Vorstellungen verändert. Mit dem Ergebnis kann ich so arbeiten, wie ich es mir vorstelle.

Was hat aber so ein alberner Kalender mit dir zu tun?

Überleg doch mal, wie viele Abstriche du im letzten Jahr gemacht hast. In welchen Situationen hast du dich mit weniger zufrieden gegeben als du eigentlich haben wolltest? Und wie hast du dich danach gefühlt?

Ganz egal was du dir für dein weiteres Leben vorstellst, du hast ein Recht darauf deine Träume zu verwirklichen. Sie werden dir bestimmt nicht in den Schoß fallen. Man muss schon daran arbeiten (so wie ich an meinem Kalender). Aber wenn du gewisse Pläne hast, Visionen oder Wünsche, dann solltest du sie einfordern.

Einfordern?

Ein Synonym für fordern lautet „darauf bestehen.“ Bestehen erinnert uns an Prüfungen, Test und dergleichen. Das ist der Weg, den du gehen musst, wenn du dein Ziel erreichen willst. Niemand (und ich schon gar nicht) wird sagen, dass es leicht ist.

Und warte nicht auf den richtigen Zeitpunkt, damit anzufangen. Der kommt nämlich nie … weil er schon da ist.

In diesem Sinne: ein erfolgreiches 2016!

P.S. Damit du siehst, dass ich mir diese Geschichte nicht einfach nur ausgedacht habe. Links die ursprüngliche Vorlage mit meinem Foto. Rechts das Ergebnis zum Ausdrucken.

 

 


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(Mindestens) sieben Gründe warum man nicht alles allein machen sollte

Da saß ich nun vor einigen Wochen und hatte keine Idee, wie ich eine bestimmte Sache anpacken sollte. Egal, von welcher Seite ich das Ganze auch drehte und wendete, mir fiel keine geeignete Lösung ein. Selbst meine Lieblingsmethode – Cluster malen – brachte kein Licht ins Dunkel.
So ein unerquicklicher Zustand ist recht nervig. Ich kam mir vor, als würde ich vor einer Mauer stehen. Allerdings kommt er bei Einzelkämpfern, wie ich durch etliche Gespräche erfahren habe, nicht so selten vor. Wie dem auch war, diesmal hatte es mich erwischt. Als Selbstständige hat man zwar den großen Vorteil, dass man sich seine Arbeit sozusagen aussuchen und auch einteilen kann, aber …

Ehrlich gesagt, was ich am meisten vermisse, ist der Austausch mit anderen Menschen. Dabei meine ich nicht das Plaudern so an sich, sondern die Gespräche, die Ideen und Anregungen bringen. Diskussionen, die andere Sichtweisen beinhalten, können um so vieles hilfreicher sein als ewiges und einsames Grübeln.

Früher habe ich mich immer gewundert, wieso beispielsweise ein ehemaliger Chef eines Getränkekonzerns bei einem renommierten Autohersteller den Vorsitz übernimmt. Heute ist mir das klar. Die Strategien für Verkauf und Werbung gleichen sich in den Gesetzmäßigkeiten. Der Unterschied liegt im Blickwinkel. Wer vorher Getränke vermarktet hat, der sieht manches ganz anders als jemand, der immer nur mit Autos zu tun hatte.

Mir kam nach einiger ergebnisloser Grübelei der rettende Gedanke, es mal auf eine ähnliche Art zu versuchen. Nein, ich habe das Projekt nicht weitergereicht, sondern mir Unterstützung gesucht. Die amerikanische Autorin Barbara Sher hat schon vor Jahren sogenannte Erfolgsteams ins Leben gerufen. Die stehen unter dem Motto: „Alleine auf sich gestellt verlieren die meisten Menschen den Mut – oder fangen gar nicht erst an, ihre Wünsche und Träume zu verwirklichen.“ (Quelle: http://www.erfolgsteams-online.de/)

Ich habe mich also mit Leuten zusammengesetzt, die gar nichts mit meinem Problem am Hut hatten, und erhielt genügend Input um den Durchblick zu bekommen. Das war echt toll, denn ich hatte mal wieder „den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen“.

Was hat das aber mit Dir zu tun?

Du hast etwas vor, eine Idee, einen Plan? Und Du hast keine Ahnung, wie Du die ganze Sache anpacken sollst? Dann such Dir Leute, mit denen Du darüber reden kannst. Und jetzt komm mir nicht  mit dem Satz „Über ungelegte Eier spricht man nicht“. Wenn Du es nicht endlich anpackst, dann wird es nie etwas. Hab keine Angst vor Ideenklau. Das kann auch schon mal vorkommen, ist aber nicht die Regel. Vor allem dann nicht, wenn Du Dich mit Menschen umgibst, die in ganz andere Richtungen wollen. Das hat außerdem noch den Vorteil, dass sie dein Projekt wirklich aus total unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Du wirst Anregungen bekommen, auf die wärest Du nie und nimmer allein gekommen.

Es gibt außerdem einige weitere Vorteile. Einer davon ist der, dass man sich oft bis zum nächsten Treffen feste Teilziele vornimmt, die bis dahin abgearbeitet sein sollen. Schafft man das nicht, dann muss man den Anderen, über den Grund dafür, Rede und Antwort stehen. Du glaubst ja gar nicht wie das anspornt. Da hat der innere Schweinehund kaum noch eine Chance.

Dazu kommt noch:

  • Man verbessert seine Kommunikation und kann sein Anliegen besser formulieren.
  • Man erhält Motivation, Zuspruch und Energie aus der Gruppe
  • Es entstehen völlig neue Kontakte und Netzwerke
  • Man kann im Team Lösungen finden und schmort nicht im eigenen Saft
  • Es können erfolgreiche Strukturen für Strategie und Planung entwickelt werden, die untereinander abrechenbar sind.
  • Teamplayer sind besser drauf und fühlen sich durch die Gruppe wie „in Familie“.
  • Gegensätze und Vielfalt der unterschiedlichen Leute wirken befruchtend.
    ….
  • mauer


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Nur was teuer ist, ist gut?

Wir sitzen in lockerer Runde und schwatzen über dieses und jenes. Irgendwie kommt das Gespräch auch auf Bücher und was wir so lesen. Eigentlich mein Thema. Doch bevor ich richtig loslegen kann, ergreift Beate das Wort und erzählt von ihren neuesten Erkenntnissen. Dabei wirft sie alles, was sie in den letzten Wochen an unterschiedlichster Fachliteratur so durchgearbeitet hat, in einen Topf. Weil da auch einige Dinge dabei sind, die mich stark interessieren, höre ich besonders genau hin.

Zugegeben, ich kenne nicht alle aufgeführten Werke, aber immerhin einige davon. Manche der Verfasser verfechten doch recht differenzierende Meinungen. Dal ich mich ja bemühen will, nicht ständig irgendwelche Werturteile abzugeben versuche ich vorsichtig meine Aussage zu formulieren. Das läuft darauf hinaus, dass ich einmal anführe, dass sich das Gelesene vielleicht nicht alles in einen Topf werfen lässt, weil es aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammt. Als Gegenargument bekomme ich zu hören, Beate sei eben gerade dabei alles zusammenzubringen und ein ganzes daraus zu machen.

Mit bedächtig wackelnden Kopf verkünde ich (dabei ein bissel frech grinsend), dass in manchen Büchern auch ganz schöner Mist stehen würde. Dieser Einwand zählt nicht, denn Beate erklärt, sie hätte recht teure Publikationen und nicht solche billigen Machwerke aus der Krabbelkiste.

Meinen letzten Vorstoß, sich doch für das Geld eine richtige Ausbildung zu leisten, schmettert sie mit der Bemerkung ab, dass sie Autodidakt sei und sich lieber alles selbst erarbeite.

Ich halte (eingedenk meines Vorsatzes nicht stets recht haben zu wollen) den Mund und denke stattdessen darüber nach, ob in teuren Büchern immer die Wahrheit steht.

Als Selbermacher von etlichen E-Books habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich meine Preise selber bestimmen kann. Wenn ich der Meinung bin, dass ich etwas sehr Kluges verfasst habe, dann verkaufe ich das Werk einfach recht teuer und alle glauben mir? Leicht beschämt denke ich an meine 99-Cent-Heftchen. Sind die denn gar nichts wert? Dabei habe ich versucht jeden Schritt bei der Erstellung von Blog, Shop oder E-Book-Veröffentlichung aufzuführen. Dabei gab ich mir echt Mühe, denn ich wollte meinen Lesern einen richtigen Leitfaden in die Hand geben, an dem sie sich langhangeln können.

Bevor ich mir ernsthaft demoralisierende Gedanken machen kann, fallen mir die vielen Bücher ein, die ich mir gekauft habe und die dann am Ende in der „Zu-Verschenken-Kiste“ unseres Sportvereins gelandet sind. Nicht alles was gutes Geld kam, war auch gut zu lesen. Die teureren Exemplare, zu deren Kauf ich mich durch Empfehlungen verleiten lies, habe ich manchmal zuerst bei eBay verkaufen wollen. Das hat selten geklappt. Und wenn, dann habe ich echt kaum ein Viertel des Anschaffungspreises erhalten. Da waren wohl auch schon andere Leser auf den Gedanken gekommen, dass der praktische Inhalt und der Preis des Buches nicht zusammenpassen. Das beruhigt mich dann doch. Und als mir einfällt, dass ich sogar mal ein Paperback von Julia Onken (die ich sehr schätze) in der Krabbelkiste für 2,99 € gefunden habe, bin ich wieder mit der Welt versöhnt.

Was hat das aber mit Dir zu tun?

Ich will Dich nur auffordern, nicht alles hinzunehmen. (Auch in teuren Schriften wird nicht jederzeit die absolute Wahrheit verkündet). Hinterfrage, recherchiere, gehe den Dingen auf den Grund. Auf alle Fälle solltest Du das tun, wenn Du eine eigene Meinung zu den Dingen haben willst.

Nimm nicht alles als gegeben hin, vor allem wenn es heißt „Das haben wir schon immer so gemacht“. Lass Deine Betrachtungen mal in eine ganz andere Richtung fließen und erwäge folgenden Fragen:

  • Ist das tatsächlich so? Trifft das wirklich zu?
  • Kann man das nicht auch anders machen?
  • Gibt es ein grundlegendes Motiv, das so zu sehen?

Eine meiner Freundinnen hat das mal ganz pragmatisch zusammengefasst. „Wenn Du keine Ahnung hast, was das soll, dann folge in Gedanken einfach den Weg des Geldes.“

Heike Thormann, die „Fachfrau für kreatives Denken“ hat in einem ihrer Artikel übrigens eine recht gute Anleitung fürs Hinterfragen geschrieben. Die solltest Du Dir vielleicht auch einmal durchlesen …

schwedisch


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3 Gründe warum Du authentisch sein solltest, wenn Du Erfolg haben willst

Ich bin neugierig. Auf andere Menschen, auf Bücher, auf Ideen. Darum gehe ich auch gern zu Vorträgen, Seminaren und anderen Veranstaltungen. Das ist oft sehr interessant und bringt manchmal erstaunliche Erkenntnisse.

Neulich habe ich einer jungen Frau zugehört, die uns etwas über Öl erzählt hat. Vielleicht hast Du auch schon etwas von dieser amerikanischen Firma gehört, die rein natürliche Öle über den Direktvertrieb verkauft. Ehrlich gesagt, diese Art von Geschäftsmodell ist mir völlig schnuppe. Ich habe ein- oder zweimal versucht mit so einer „garantierten Methode“ reich zu werden – und es hat nicht geklappt. Es lag, so denke ich im Nachhinein, daran, dass ich nicht einhundertprozentig von den Produkten überzeugt war, die ich verkaufen sollte. Will ich Leute von etwas überzeugen, dann klappt das nur, wenn ich auch total hinter dieser Sache stehe. Sonst komme ich mir hohl und unglaubwürdig vor – und das schmälert meine Argumentation und meinen Einsatz. Daher waren meine Unternehmungen von vorn herein zum Scheitern verursacht. Um wirklich reich zu werden, muss man eben nicht nur Mitglied einer Community werden, sondern sich auch richtig in den Verkauf reinhängen.

Aber zurück zum Thema. Ich fand die Öle schon recht interessant. Für alles was mit Natur und Naturprodukten zusammenhängt, habe ich sowieso ein Faible. Gut – nun möchte man sagen, dass diese amerikanische Firma viel erzählen kann. Naturbasis hin und her. Nachprüfen kann ich das sowieso nicht. Das lassen wir mal außen vor.

Mein Interesse beschränkte sich jedoch nicht nur auf das Angebot, sondern auf die Vortragende. Das war eine junge Frau, die eigentlich im medizinischen Bereich arbeitet. Sie erzählte frank und frei, dass sie mit unserem Gesundheitssystem nicht zufrieden gewesen wäre und daher nach Alternativen gesucht hat. „Das ist mal ein überzeugender Ansatz!“ habe ich gedacht. (Zugegeben – ich liege mit unserem Gesundheitswesen seit Jahren im Clinch und freue mich immer wenn ich Gleichgesinnte treffe.) Voller Begeisterung hat die Vortragende, nennen wir sie der Einfachheit mal Denise, von den Erfolgen bei der Anwendung dieser Öle gesprochen. Als Beispiele wurden Mutter, Nichte und Schwester zitiert. Ist ja auch völlig legal und verständlich. Wenn ich etwas gut finde, dann versuche ich zuerst meine Lieben von der Richtigkeit dieser These zu überzeugen. (Da fällt mir gerade ein: Bei Qigong hat das wohl noch nicht geklappt. Ich bin immer noch die Einzige in unserer Familie, die das dauerhaft praktiziert. Wahrscheinlich habe ich bisher noch nicht genug argumentiert, obwohl ich tausendprozentig von der heilsamen Wirkung überzeugt bin.)

Bei Denise hatte das mit der Überzeugungsarbeit augenscheinlich besser geklappt. Sie machte auch durch und durch einen glaubhaften Eindruck. Immer wieder hörte ich die Worte Gesundheit und Eigenverantwortung. Das fällt bei mir natürlich auf fruchtbaren Boden. Ich war im Grunde genommen recht angetan. Von ihrem Vortrag und auch von den Ölen. Innerlich hatte ich schon den „Daumen hoch“ für „gefällt mir“ gezückt. Da fiel auf einmal dieser Satz, der alles zunichtemachte. „Wenn ich dann merke, dass ich zu oft zur Zigarette greife, dann nehme ich …“. Aber Hallo! Denise, die Verfechterin eines gesunden Lebensstils, raucht? Damit war ich raus! All das, was sie dank ihrer Ausführungen in mir ausgelöst hatte, war schlagartig verpufft. Es war wie ein Suffle zusammengefallen. Nach diesem unbewussten Geständnis war sie für mich unglaubwürdig geworden.

Was hat das mit Dir zu tun?

Falls Du in deinem Leben eine Baustelle hast, bei der es nicht so richtig vorwärts geht, dann überprüfe einmal, ob du dort auch wirklich authentisch bist. Warum klappt die Sache nicht so, wie Du es Dir vorstellst? Stehst Du einhundert Prozent dahinter? Bist Du glaubwürdig, in dem was Du tust? Oder lebst Du deine Idee nicht wirklich?

Stell Dir mal vor, Du wärst Dein Kunde, Dein Partner oder einfach jemand, der mit Dir gemeinsam etwas machen soll. Bist Du authentisch, wenn es um Dein Vorhaben, Deinen Plan oder Dein Geschäft geht? Wenn Du es ehrlich meinst, dann solltest Du die Dinge auch so Leben, „wie Du sie predigst.“

  • Wenn Du Dich verstellst, dann verraten Dich gerade oft die Kleinigkeiten.
  • Viele Menschen haben ein Gespür dafür, ob Du hinter Deinen Worten stehst oder ob sie nur leere Hülsen sind.
  • Gerade wenn es um die Themen Gesundheit, Ernährung, Sport und deren Alternativen geht solltest Du Dein Leben so einrichten, dass Du wirklich glaubwürdig bist.

Sonst wirkt es bei näherer Betrachtung wie

  • Ein Sportler, der raucht
  • Ein Vegetarier, der zu den Feiertagen Fleisch ist
  • Eine Ernährungsberaterin, die heimlich zu den Weight Watchern geht

Denn:
Unsere Überzeugungskraft steht und fällt mit unserer Glaubwürdigkeit.

 Ernst Ferstl – österreichischer Lehrer und Schriftsteller
(mehr von ihm auf www.gedanken.at)

Bildquellenangabe: Thomas Scholz / pixelio.de