junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Schätze die Menschen, die es in deinem Leben gibt

2 Kommentare

Eigentlich wollte ich in dieser Woche etwas zu einem ganz anderen Thema schreiben. Dann ist mir aber folgendes passiert.

Ich gehe jeden Morgen mit dem Hund spazieren. Dabei komme ich immer am Haus meiner Mutter vorbei. Ich klingle bei ihr, wir reden einige Worte und meist begleitet sie mich noch einige Schritte auf meinem weiteren Weg. Vor einigen Tagen kam ich wie immer meinen üblichen Weg entlang geschlendert. Der Hund schnüffelte da und dort. Das Wetter war auszuhalten und ich dachte über mein Tagwerk nach, welches ich so zu erledigen hatte. Erstaunt musste ich jedoch feststellen, dass die Fenster am Haus meiner Mutter noch mit den Rollos verschlossen waren. Das war sonst nicht ihre Art. Auf mein Klingeln hörte sie auch  nicht. Zugegeben, ihre Klingel ist nicht gerade sehr laut – aber ich begann mir natürlich, sofort Sorgen zu machen. Schnell lief ich zu mir nach Hause, um den Schlüssel zu ihrer Wohnung zu holen. Dort versuchte ich noch einmal, sie telefonisch zu erreichen. Nichts. Wieder nichts. Voller böser Vorahnungen und schon in reichlicher Panik, lief ich zu ihrem Haus zurück. Dort sah ich dann mit Erleichterung, dass inzwischen ein Fenster geöffnet worden war. Meine Mutter war im Übrigen nicht wenig erstaunt über meine hastige Ankunft und gestand mir leicht verlegen, dass sie verschlafen hätte.

War ich heilfroh, dass ihr nichts passiert war. Verschlafen kann ja wirklich schon mal passieren. Erst recht, wenn man als Rentnerin keine frühen Termine hat.

Was hat das aber alles mit dir zu tun?
Für mich war die ganze Aufregung einmal wieder Anlass darüber nachzudenken, wie wenig man es eigentlich im Alltag zu schätzen weiß, dass wir unser Leben noch mit lieben Menschen teilen können. Solange man sich keine Sorgen machen braucht, nimmt man diesen Umstand relativ als gegeben hin. Aber es muss und wird nicht immer so bleiben. Darum ist es wichtig, dass wir die Zeit, die uns gemeinsam bleibt, auch achten. Das ist nicht immer einfach. Jeder Mensch ist anders, manchmal ist das Zusammensein auch kompliziert. Wir sind gestresst und wollen unsere Ruhe. Wir haben eigene Probleme und wollen uns nicht anhören, was den anderen auf der Seele liegt. Es gibt tausend Gründe, warum wir füreinander so wenig Zeit aufbringen. Allerdings dürfen wir nie vergessen: Keine Lebensspanne ist unendlich. Vielleicht tut es uns später einmal leid.

Es gibt zig Ratgeber darüber, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen sollten. Wahrscheinlich ist es an der Zeit, dass mal jemand einige Tipps darüber aufschreibt, wie erwachsene Kinder mit ihren Eltern umgehen sollten. Das Internet ist sonst voll von Ratschlägen aller Art. Bei diesem Thema hält es sich aber ausgesprochen bedeckt.

Die meisten von uns, schieben solche Probleme weit weg von sich. Aber die Wirklichkeit wird uns einholen. Das Dilemma mit einer unbezahlten Rechnung erledigt sich nicht von allein. Wahrheiten lassen sich nicht beiseiteschieben. In der Mitte unseres Lebens sitzen wir in der Zwickmühle. Die Kinder gehen aus dem Haus und verlassen uns. Die Eltern werden älter, brauchen vielleicht irgendwann unsere Hilfe und sind sogar schließlich nicht einmal mehr da. Selbst langjährige Freunde können plötzlich von einem Tag zum anderen verschwinden. Alles ändert sich irgendwie. Wir sollten uns daher von Zeit zu Zeit wieder daran erinnern, dass wir die Menschen schätzen, die wir in unserem Leben haben.

blumen

 

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2 Kommentare zu “Schätze die Menschen, die es in deinem Leben gibt

  1. Oh Conny, wie wahr und wir machen es uns gar nich oft genug bewußt.
    Einen Ratgeber dazu – aus Erfahrungen von Betroffenen zusammen gestellt, das wäre sicherlich lohnenswert und für viele eine
    Handlungshilfe. LG Ilona

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  2. Pingback: Schätzen wir, was wir haben? | junggenug

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