junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Finde heraus, was dir gut tut

Yoga ist in. Alle Welt macht Yoga. Du auch?
Nee!
Mach dir nichts daraus, das ist auch nicht mein Ding.
Ich persönlich liebe Qigong. Hast du es schon einmal damit probiert? Falls du nicht weißt, was das ist, dann hilf dir vielleicht diese Erklärung:

„Qiqong ist ein moderner chinesischer Begriff für eine Vielfalt von Traditionen des kunstvollen Umgangs mit Qi. Qi könnte mit Lebensenergie, Vitalität, Lebendigkeit, Beseeltheit übersetzt werden. Gong bedeutet beharrliches Üben. Qigong ist integraler Bestandteil der jahrhundertealten Chinesischen Medizin, die auf Erfahrungswissen beruht und der Prävention von Krankheiten besondere Bedeutung beimisst und damit die Eigenverantwortung des Einzelnen für sein Wohlergehen betont.
Aus der Sicht der chinesischen Medizin  bedeutet das freie Fließen des Qi durch die Meridiane, die Energiebahnen im Körper, dass der Mensch gesund ist und seine Organe, die mit den Meridianen verbunden sind, harmonisch zusammenarbeiten. Wenn wir uns kraftlos und mutlos fühlen, dann fließt das Qi nicht ungehindert. Wenn wir Schmerzen haben, staut sich das Qi. Wenn wir strahlend, optimistisch und voller Tatendrang sind, dann fließt unser Qi ungehindert. Mit Qigong wird der Qi-Fluss angeregt und die Gesundheit gestärkt.
Wer Qigong übt, verfeinert seine Selbstwahrnehmung und das Gespür für die eigene körperliche und psychische Befindlichkeit.
Die Wirkung von Qigong erschließt sich beim Ausführen der Übungen, die Atem, Vorstellungskraft und einfache Bewegungen verknüpfen. Sie können im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Es gibt auch Übungen, die ohne äußerlich sichtbare Bewegung auskommen. Die Vielfalt der verschiedenen Qigong-Arten eint sich im Ziel der Gesunderhaltung, Persönlichkeitsentfaltung und Bewusstseinsschulung.
Wer spürt, wie wohl die Übungen tun, wie sie die Stimmung heben und Gelassenheit bewirken, für den wird das tägliche Üben zu einer Kraftquelle. (Text: Vera Kaltwasser)“ Quelle: http://www.qigong-gesellschaft.de

Es geht also um langsame Bewegungen, die Entspannung und Wohlbefinden schaffen.

Klingt das gut für dich?

Dann geh doch einfach mal zu einem der Schnupperkurse und probiere es aus. (Zu meinem letzten Schnupperangebot kamen zwei nicht mehr ganz junge Damen. Als ich sie begrüßte, erzählt die Eine, sie wäre 90 Jahre alt und hätte so etwas noch nie gemacht und wäre ganz neugierig. Toll, oder?)

Du hast es schon ausprobiert und du magst es nicht?

Dann probiere etwas anderes.
Die Welt ist voll, mit phantastischen Angeboten. Such dir das aus, was dir gefällt. Mach es mit Spaß und Freude und du wirst dich gut fühlen.

Keine deiner Freundinnen will da mitmachen?
Dann geh allein. Eine bessere Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen, gibt es nicht.

Du traust dich nicht allein?
Was soll denn schon passieren?
Das Schlimmste: dir gefällt es nicht – und du kannst die Sache ein für alle Mal abhaken. Dann gehst du einfach nicht mehr hin.
Das Beste: du findest es prima, du lernst tolle Menschen kennen und es macht dir richtig Spaß. Du hast etwas gefunden, was dein Leben bereichert.

Und wenn du es nicht ausprobierst?
Dann wirst du nie erfahren, ob es genau zu dir gepasst hätte.

Damit dir das Ausprobieren leichter fällt ,gibt es zur Ermunterung noch einen Spruch von Diane Arbus (eine amerikanische Fotografin und Fotojournalistin):
Meine Lieblingsbeschäftigung ist, dorthin zu gehen, wo ich noch nicht gewesen bin.

Und wenn dir das zu pathetisch klingt, dann hätte ich noch die Marquise du Deffand (eine Dame der französischen Aufklärung) für dich:
Nur der erste Schritt kostet Mühe.

“Diesen Beitrag schrieb ich anlässlich der Blogparade auf taschendamen.de.”
http://taschendamen.de/blogparade/

qigong

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Post von Laura Milde-Borgs

soooo ne schöne Seite…
und so wahr, liebe Cornelia,
und ja, EIGENTLICH (das schreibe ich jetzt mal extra 😉 würde ich ja auch gerne
mal nen Gastartikel schreiben… aber zuvor sollte ich vielleicht mal meine eigene
Website aufpolieren – ha ha ha …. es gibt nix Gutes, ausser man tut es…
und trotzdem… mein Leben ist schön – auch wenn es draussen mal grau ist… und ich früher aufstehen muss, als ich will…
jaaaa, und ich tu all das was mir WIRKLICH wichtig ist… und das TU ich tatsächlich… jeden Tag..,. also ist EIGENTLICH ja schon wieder alles gut… sehr sehr gut…

einen super schönen Tag,
mit dem herzallerliebsten Gruss aus dem wuuuunderschönen Chiemgau
( ja da bin ich hingezogen… das hab ich auch einfach gemacht… YYYWEEAAAA)
die Laura

PS.: eigentlich war das ja auch schon ein kleiner Gastartikel, oder ? 😉

Laura Milde-Borgs

http://wildemilde.com/

post


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Tue die Dinge die getan werden müssen

Wir alle haben Vorstellungen davon, wie unser Leben aussehen sollte. Eine beliebte Aufgabe, wenn man sich coachen lässt, lautet: Beschreiben deinen perfekten Tag.

Meist sieht das, was wir uns wünschen ganz anders aus, als unser Alltag. Wir müssen nicht so zeitig aufstehen, brauchen keine Zeit mit einem ungeliebten Job verbringen, haben keine finanziellen Probleme und den ultimativen Partner an unserer Seite. Ach wäre das toll! Viele Coaches erzählen uns dann auch, dass sie ihr Business von überall in der Welt ausführen können. Wir bekommen Bilder geschickt, auf denen sie sich unter Palmen, am Strand oder in New York vergnügen. Wenn man dann aus dem Fenster schaut und draußen ist alles Grau in Grau, dann könnte man schon etwas Trübsal blasen.
Ich will jetzt nicht über Sinn und Unsinn eines Coachings im Internet diskutieren. Die richtig Guten sind oft auch richtig teuer. So etwas abzuschließen, sollte man sich reiflich überlegen. Was allen diesen Angeboten jedoch gemein ist, das ist folgender Fakt. Nichts funktioniert ohne dein Zutun! Du musst immer etwas dafür machen! Und da werden auch Aufgaben dabe i sein, die dir nicht so liegen. Das ist Fakt!

Ich schau mir im Netz gern mal die eine oder andere Gratis-Veranstaltung an. Dabei kann man auch relativ viel lernen. Manchmal ist es nicht unbedingt etwas total Neues, was dort erzählt wird. Vieles davon weiß man schon. Oder man ahnt es zumindest intuitiv.

In der letzten Woche bin ich auch wieder auf so eine Erkenntnis gestoßen. Natürlich ist mir dieser Sachverhalt vollkommen klar. Aber es tut gut, wenn man ab und zu mal mit der Nase darauf gestupst wird. Die Weisheit, die ich seit dem letzten kostenlosen Online-Seminar mit mir herumtrage und immer mal wieder als Ermunterung vor mich hersage, lautet: (Ja – o.k., ich führe dann und wann Selbstgespräche. Das passiert einfach, wenn man viel allein am Computer sitzt)
Tue die Dinge die getan werden müssen.

Macht man das nicht sowieso?
Irgendwie schon.
Aber auch irgendwie nicht.

Wie sollst du denn das nun wieder verstehen? Es gibt Sachen die müssen gemacht werden. Der Volksmund (jetzt kommt das mal wieder) sagt dann: „da beißt die Maus keinen Faden ab“. Um die kommen wir nicht herum. Die muss man halt machen.

Es kommt aber auf das WIE an.

Wenn du dir während einer Aufgabe, die du nicht gern erledigst, die ganze Zeit selber sagst, dass dich das Ganze nervt, dass du es blöd findest … Wird es dann einfacher? Geht es schneller? Hast du mehr Freude daran?

Eher nicht. Du schaust auf die Uhr und stellst fest, dass die Minuten nicht verrinnen. Jedes kleine Missgeschick wird zur Katastrophe. Und alle negativen Voraussagen bewahrheiten sich. Du hast es ja schließlich gleich gesagt, dass das nix wird, nicht klappen kann, total doof ist…

Dummerweise passiert nur eines: mit dieser Einstellung schadest du dir nur selbst.
Wenn du etwas tun musst, was du nicht magst, dann kannst du vorher überlegen, ob du die Sache nicht delegieren kannst. Vielleicht macht jemand anderes genau das richtig gern. Du könntest ihn dafür bezahlen oder etwas anderes für diesen Menschen tun.
Manchmal kommt man aber nicht Drumherum bestimmte Dinge selbst zu erledigen. Dann hör auf damit, mit dieser Tatsache zu hadern. Es ist wie es ist. Punkt. Mach es dir nicht schwerer als es ist.

Bau dir lieber eine „Brücke“ um das „Ungeliebte“ spannend oder wenigstens irgendwie interessant zu machen. Ich bin überhaupt kein Fan vom „Dschungelcamp“, aber wenn es hilft, dann kannst du dir deine eigene Dschungelprüfung aus der missliebigen Aufgabe erschaffen. Stell dir vor du recherchierst für das Team Wallraff oder für einen eigenen Roman. Denk dir etwas aus, das die langweiligste Arbeit mit etwas Glanz und Gloria versieht. (Mitunter hilft sogar schon die passende Musik beim Hausputz.)

  • Und dann:
    Tue die Sachen, die getan werden müssen.
  • Besser noch:
    Tue die Sachen, die getan werden müssen mit Freude und Engagement.

Wie heißt es bei Pico Yver: “Es sind nicht die Erlebnisse die uns formen, sondern wie wir sie interpretieren.”
(Sorry – den musste ich einfach mal wieder zitieren!)

frosch

P.S. Vielleicht heißt es auch nur: Küss den Frosch!


Ein Kommentar

Erkenne die Muster

Vor kurzem war ich in Berlin. Da fahre ich altes Landei am liebsten mit dem Zug hin. Das ist nicht so stressig und außerdem macht es mir Spaß andere Leute zu beobachten. Als ich wieder nach Hause fahren wollte, hatte ich noch eine ganze Weile Zeit, bis die Bahn kommen sollte. Ich sah mich also im Bahnhof und auf dem Vorplatz um, ob es da etwas gab, was mich interessieren könnte. Falls nicht, würde mich mein Weg natürlich zu „Presse und Buch“ führen. In dem Laden könnte ich immer für Stunden abtauchen.

Vor dem Bahnhof stand ein Panker mit zwei Hunden. Einer davon stürzte freudestrahlend auf mich zu. Sicher umwehte mich mal wieder eine Aura von Leckerlis und Hundeduft. Das nahm er wohl zum Anlass, um sich mit mir anfreunden zu wollen. Sein Herrschen fand das gar nicht toll und rief ihn energisch zur Ordnung. Ich habe mich dann mit meinen Kaffee ein bisschen Abseits gestellt und das Dreierteam beobachtet. Es waren nicht gerade viele Leute, die eine Münze in ihrem Becher warfen. Der Typ bedankte sich aber jedes Mal höflich. Nur mit seinen Hunden war er recht ungeduldig. Die sollten ständig aus Wort hören. (Was sie nicht taten.) Ich sah mir das eine Weile an und bin dann zu ihm hin und hab ihn vollgequatscht. So nach dem Motto gibt ihnen Leckerlies, wenn sie etwas gut machen, und meckere weniger. Diese Belohnungs-Methode hat bei unseren Hunden immer gut gewirkt. Im Anschluss daran begann er mir sein Herz auszuschütten. Die Hunde hätten bisher jederzeit gut gehört. Seit kurzem trifft er sich aber mit andern Leuten, die auch Hunde haben, und die Vierbeiner bilden dann ein großes Rudel. Nun sei es mit der Erziehung seiner Beiden aus. Er wäre ja so enttäuscht. Mir rutschte da glatt raus, dass das bei den Kindern doch ähnliche sei. In der Gruppe benähmen sie sich auch anders. Da stand er vor mir, ein Punker mit unzähligen Piercings und Rastalocken und wiederholte nochmals, wie enttäuscht er sei. Und ich zog wieder die Parallelen zu den Menschen. Daraufhin stutze er und sagte grübelnd: „Meine Mutter ist auch enttäuscht von mir“.

Ich habe keine Ahnung, wie es mit den Dreien im Leben weiter gehen wird. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass sie ihren Weg finden werden.
Was hat das aber mit dir zu tun?

Dieses „enttäuscht sein“ zieht sich wahrscheinlich wie ein Muster durch das Leben unseres jungen Freundes. Was sind deine Muster? Ich habe beim Nachdenken über dieses Thema einige ganz erstaunliche Sachen festgestellt. Ich bin nicht immer so souverän, wie ich es gern wäre. Da gibt es noch eine ganze Menge Muster in meinem Leben, in die ich gerne mal hineinrutsche. Zum Glück gilt auch hier wieder mal das alte Sprichwort „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“.

Wo sind deine Muster?

  • Landest du immer wieder bei denselben Typen (die dir nicht gut tun)?
  • Hast du immer wieder Stress auf Arbeit und fühlst dich als Mobbingopfer?
  • Hast du schon zig Mal versucht abzunehmen und es klappt nicht?
  • Nimmst du dir immer wieder Sachen vor, die du dann doch nicht machst?

Da bist du wohl auch in echte Muster reingerutscht. Schau dir die Gegebenheiten an und überlege, was du in den Situationen immer wieder gleichgemacht hast.
Und beim nächsten Mal machst du es anders! Und denk daran, nicht nur versuchen: MACHEN.

Meerkohl