junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Erkenne die Muster

Ein Kommentar

Vor kurzem war ich in Berlin. Da fahre ich altes Landei am liebsten mit dem Zug hin. Das ist nicht so stressig und außerdem macht es mir Spaß andere Leute zu beobachten. Als ich wieder nach Hause fahren wollte, hatte ich noch eine ganze Weile Zeit, bis die Bahn kommen sollte. Ich sah mich also im Bahnhof und auf dem Vorplatz um, ob es da etwas gab, was mich interessieren könnte. Falls nicht, würde mich mein Weg natürlich zu „Presse und Buch“ führen. In dem Laden könnte ich immer für Stunden abtauchen.

Vor dem Bahnhof stand ein Panker mit zwei Hunden. Einer davon stürzte freudestrahlend auf mich zu. Sicher umwehte mich mal wieder eine Aura von Leckerlis und Hundeduft. Das nahm er wohl zum Anlass, um sich mit mir anfreunden zu wollen. Sein Herrschen fand das gar nicht toll und rief ihn energisch zur Ordnung. Ich habe mich dann mit meinen Kaffee ein bisschen Abseits gestellt und das Dreierteam beobachtet. Es waren nicht gerade viele Leute, die eine Münze in ihrem Becher warfen. Der Typ bedankte sich aber jedes Mal höflich. Nur mit seinen Hunden war er recht ungeduldig. Die sollten ständig aus Wort hören. (Was sie nicht taten.) Ich sah mir das eine Weile an und bin dann zu ihm hin und hab ihn vollgequatscht. So nach dem Motto gibt ihnen Leckerlies, wenn sie etwas gut machen, und meckere weniger. Diese Belohnungs-Methode hat bei unseren Hunden immer gut gewirkt. Im Anschluss daran begann er mir sein Herz auszuschütten. Die Hunde hätten bisher jederzeit gut gehört. Seit kurzem trifft er sich aber mit andern Leuten, die auch Hunde haben, und die Vierbeiner bilden dann ein großes Rudel. Nun sei es mit der Erziehung seiner Beiden aus. Er wäre ja so enttäuscht. Mir rutschte da glatt raus, dass das bei den Kindern doch ähnliche sei. In der Gruppe benähmen sie sich auch anders. Da stand er vor mir, ein Punker mit unzähligen Piercings und Rastalocken und wiederholte nochmals, wie enttäuscht er sei. Und ich zog wieder die Parallelen zu den Menschen. Daraufhin stutze er und sagte grübelnd: „Meine Mutter ist auch enttäuscht von mir“.

Ich habe keine Ahnung, wie es mit den Dreien im Leben weiter gehen wird. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass sie ihren Weg finden werden.
Was hat das aber mit dir zu tun?

Dieses „enttäuscht sein“ zieht sich wahrscheinlich wie ein Muster durch das Leben unseres jungen Freundes. Was sind deine Muster? Ich habe beim Nachdenken über dieses Thema einige ganz erstaunliche Sachen festgestellt. Ich bin nicht immer so souverän, wie ich es gern wäre. Da gibt es noch eine ganze Menge Muster in meinem Leben, in die ich gerne mal hineinrutsche. Zum Glück gilt auch hier wieder mal das alte Sprichwort „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“.

Wo sind deine Muster?

  • Landest du immer wieder bei denselben Typen (die dir nicht gut tun)?
  • Hast du immer wieder Stress auf Arbeit und fühlst dich als Mobbingopfer?
  • Hast du schon zig Mal versucht abzunehmen und es klappt nicht?
  • Nimmst du dir immer wieder Sachen vor, die du dann doch nicht machst?

Da bist du wohl auch in echte Muster reingerutscht. Schau dir die Gegebenheiten an und überlege, was du in den Situationen immer wieder gleichgemacht hast.
Und beim nächsten Mal machst du es anders! Und denk daran, nicht nur versuchen: MACHEN.

Meerkohl

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Ein Kommentar zu “Erkenne die Muster

  1. Wie wahr, wie wahr !!!

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