junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Tue die Dinge die getan werden müssen

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Wir alle haben Vorstellungen davon, wie unser Leben aussehen sollte. Eine beliebte Aufgabe, wenn man sich coachen lässt, lautet: Beschreiben deinen perfekten Tag.

Meist sieht das, was wir uns wünschen ganz anders aus, als unser Alltag. Wir müssen nicht so zeitig aufstehen, brauchen keine Zeit mit einem ungeliebten Job verbringen, haben keine finanziellen Probleme und den ultimativen Partner an unserer Seite. Ach wäre das toll! Viele Coaches erzählen uns dann auch, dass sie ihr Business von überall in der Welt ausführen können. Wir bekommen Bilder geschickt, auf denen sie sich unter Palmen, am Strand oder in New York vergnügen. Wenn man dann aus dem Fenster schaut und draußen ist alles Grau in Grau, dann könnte man schon etwas Trübsal blasen.
Ich will jetzt nicht über Sinn und Unsinn eines Coachings im Internet diskutieren. Die richtig Guten sind oft auch richtig teuer. So etwas abzuschließen, sollte man sich reiflich überlegen. Was allen diesen Angeboten jedoch gemein ist, das ist folgender Fakt. Nichts funktioniert ohne dein Zutun! Du musst immer etwas dafür machen! Und da werden auch Aufgaben dabe i sein, die dir nicht so liegen. Das ist Fakt!

Ich schau mir im Netz gern mal die eine oder andere Gratis-Veranstaltung an. Dabei kann man auch relativ viel lernen. Manchmal ist es nicht unbedingt etwas total Neues, was dort erzählt wird. Vieles davon weiß man schon. Oder man ahnt es zumindest intuitiv.

In der letzten Woche bin ich auch wieder auf so eine Erkenntnis gestoßen. Natürlich ist mir dieser Sachverhalt vollkommen klar. Aber es tut gut, wenn man ab und zu mal mit der Nase darauf gestupst wird. Die Weisheit, die ich seit dem letzten kostenlosen Online-Seminar mit mir herumtrage und immer mal wieder als Ermunterung vor mich hersage, lautet: (Ja – o.k., ich führe dann und wann Selbstgespräche. Das passiert einfach, wenn man viel allein am Computer sitzt)
Tue die Dinge die getan werden müssen.

Macht man das nicht sowieso?
Irgendwie schon.
Aber auch irgendwie nicht.

Wie sollst du denn das nun wieder verstehen? Es gibt Sachen die müssen gemacht werden. Der Volksmund (jetzt kommt das mal wieder) sagt dann: „da beißt die Maus keinen Faden ab“. Um die kommen wir nicht herum. Die muss man halt machen.

Es kommt aber auf das WIE an.

Wenn du dir während einer Aufgabe, die du nicht gern erledigst, die ganze Zeit selber sagst, dass dich das Ganze nervt, dass du es blöd findest … Wird es dann einfacher? Geht es schneller? Hast du mehr Freude daran?

Eher nicht. Du schaust auf die Uhr und stellst fest, dass die Minuten nicht verrinnen. Jedes kleine Missgeschick wird zur Katastrophe. Und alle negativen Voraussagen bewahrheiten sich. Du hast es ja schließlich gleich gesagt, dass das nix wird, nicht klappen kann, total doof ist…

Dummerweise passiert nur eines: mit dieser Einstellung schadest du dir nur selbst.
Wenn du etwas tun musst, was du nicht magst, dann kannst du vorher überlegen, ob du die Sache nicht delegieren kannst. Vielleicht macht jemand anderes genau das richtig gern. Du könntest ihn dafür bezahlen oder etwas anderes für diesen Menschen tun.
Manchmal kommt man aber nicht Drumherum bestimmte Dinge selbst zu erledigen. Dann hör auf damit, mit dieser Tatsache zu hadern. Es ist wie es ist. Punkt. Mach es dir nicht schwerer als es ist.

Bau dir lieber eine „Brücke“ um das „Ungeliebte“ spannend oder wenigstens irgendwie interessant zu machen. Ich bin überhaupt kein Fan vom „Dschungelcamp“, aber wenn es hilft, dann kannst du dir deine eigene Dschungelprüfung aus der missliebigen Aufgabe erschaffen. Stell dir vor du recherchierst für das Team Wallraff oder für einen eigenen Roman. Denk dir etwas aus, das die langweiligste Arbeit mit etwas Glanz und Gloria versieht. (Mitunter hilft sogar schon die passende Musik beim Hausputz.)

  • Und dann:
    Tue die Sachen, die getan werden müssen.
  • Besser noch:
    Tue die Sachen, die getan werden müssen mit Freude und Engagement.

Wie heißt es bei Pico Yver: “Es sind nicht die Erlebnisse die uns formen, sondern wie wir sie interpretieren.”
(Sorry – den musste ich einfach mal wieder zitieren!)

frosch

P.S. Vielleicht heißt es auch nur: Küss den Frosch!

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