junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Man muss das Rad nicht neu erfinden

Ich habe auf facebook einen tollen Leitfaden für ein aufregendes und spannendes Leben gefunden.

Ehrlich gesagt, bin ich ein bissel neidisch, dass mir so was Geniales nicht eingefallen ist. Aber da ich nicht abkupfern und auch das Rad nicht neu erfinden will, habe ich die Karin von http://www.karindrawings.de/ gefragt, ob ich ihr Bild auf meinem Blog verwenden darf. Sie war gleich einverstanden – worüber ich mich sehr gefreut habe.

Und hier kommt die ultimative Anleitung, wie man mit Problemen und allen anderen Situationen umgehen sollte:plan

Die ganze Geschichte lehrt uns außerdem noch verschiedene Sachen.

  1. Das ist eine wirklich großartige Gebrauchsanweisung für fast alle Problematiken.
  2. Man muss nicht immer alles neu erfinden – andere Mütter haben auch kluge Kinder.
  3. Wenn man sich traut, jemanden zu fragen ob er sein Wissen oder Was-auch-immer mit dir teilt, dann wird die Antwort im Allgemeinen nur Ja oder Nein lauten. Auf jeden Fall, weiß man woran man ist. (Oder wie viel man dafür bezahlen müsste.)
    = Siehe Punkt 1 vom Leitfaden


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Schätzen wir, was wir haben?

Beim Stöbern im Internet bin ich unter http://brigitte-windt.de/werte-schaetzen-werte-leben/ im Rahmen einer Blogparade auf folgende Aufforderung gestoßen:

Werte kultivieren in 30 Tagen (Ausschnitt)

Tag 01 Denken und sprechen und handeln Sie einen Tag lang ausschließlich wertschätzend! Dokumentieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse und berichten Sie darüber hier mit Ihrem Kommentar.

Tag 02 Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Werte! Schreiben Sie Ihre persönlichen Werte auf!

Tag 03 Treffen Sie am 3. Tag eine Entscheidung für Ihren wichtigsten Wert. Treffen Sie eine schriftliche Vereinbarung mit sich selbst und schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema.

Zum vollständigen Artikel: http://brigitte-windt.de/werte-schaetzen-werte-leben/

Da macht es Sinn, sich mal Gedanken über seine eigenen Werte zu machen.

Wenn ich meinen Thesaurus nach dem Begriff WERT frage, dann erhalte ich unter anderem das Wort BEDEUTUNG.

Wer und was hat Bedeutung für mich?

Daraus ergibt sich gleich die nächste Frage: Kann ich diese Bedeutung auch richtig einschätzen? Oder fällt sie mir erst auf, wenn ich ihren Verlust spüre?

Schätzen ist auch so ein tolles Wort, das sich eigentlich nicht richtig fassen lässt.

Achten, anerkennen, berechnen, beziffern, glauben, meinen, mutmaßen, vermuten, ahnen …

Wikipedia trifft zum Thema Wertschätzung folgende Aussage (gekürzt):

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit. „Er erfreute sich allgemein hoher Wertschätzung“ meint umgangssprachlich: Er ist geachtet /respektiert. Es gibt eine Korrelation zwischen Wertschätzung und Selbstwert: Menschen mit hohem Selbstwert haben öfter eine wertschätzende Haltung anderen gegenüber, werden öfter von anderen wertgeschätzt, wohingegen Personen die zum aktiven Mobbing neigen, häufig ein eher geringes Selbstvertrauen damit kompensieren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%A4tzung

Diese Ausführung trifft wohl relativ genau auf die Inspiration zu, die zu dem oben erwähnten Blogartikel geführt haben.

Ich will die Sache mit den Werten aber zusätzlich noch von einer anderen Seite aus betrachten.

Geht es bei der Wertschätzung nur um Menschen und Beziehungen? Oder umfasst das Ganze noch mehr? Darüber habe ich mich schon einmal in einem Artikel geäußert (https://junggenug.wordpress.com/2016/01/14/schaetze-die-menschen-die-es-in-deinem-leben-gibt/)

Ich glaube, dass da noch mehr ist.

Ich bin unter anderem auch Herzsporttrainerin. In diesen Sportgruppen ist es vorgeschrieben, dass stets ein Arzt anwesend ist. Einer unserer jungen Doktoren, der ursprünglich aus dem Kosovo stammt, fragte mich unlängst in der Turnhalle, was das da denn für ein komisches Gerät sei. Auf meine Gegenfrage, ob er denn in der Schule keinen Sport hatte und darum kein Pferd kennen würde, antwortete er: „Als ich Kind war, da war bei uns Krieg. Da waren wir froh, wenn wir ab und zu  mal einfachen Unterricht hatten.“ Mir ist irgendwie innerlich die Kinnlade heruntergefallen. Ex-Jugoslawien ist eigentlich gleich um die Ecke.

Schätzen wir unser Leben in Frieden wert?

Ich treffe beim Einkaufen einen Bekannten, den ich lange nicht mehr gesehen habe und frage ihn wie es denn so geht. Daraufhin bekomme ich eine Liste von Krankheiten und Operationen aufgezählt. Find ich ehrlich gesagt nicht so schön, aber es bringt mich zum Thema zurück.

Schätzen wir unseren derzeitigen Gesundheitszustand (auch wenn er vielleicht nicht 100% optimal ist) wert?

Mein Auto ist kaputt. Unrettbar hinüber. Seine Zeit ist um. Das ist nicht prickelnd. Aber bisher war mir nicht klar, welche Bedeutung es für mich hatte. Ich wohne außerhalb und bin  durch meine beruflichen Aktivitäten fast täglich auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen. Jetzt nehme ich das Fahrrad und borge mir für lange Strecken ein Fahrzeug aus der Familie. Das ist an sich kein Beinbruch und geht auch irgendwie (auch wenn es nicht zur Dauerlösung werden soll). Allerdings muss ich gestehen: Ich fühle mich aber in meiner Mobilität und Unabhängigkeit eingeschränkt.

Schätzen wir die Freiheit, die uns unser modernes Leben ermöglicht, wert?

Vielleicht sollten wir ab und zu mal einfach so das Verzichten üben? Mal einen Tag etwas nicht benutzen, verwenden, in Gebrauch haben, womit wir täglich gedankenlos umgehen.

Es könnte sein, das vieles, was wir als gegeben betrachten, wieder an Wertschätzung gewinnt.

spanngurt


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Höre auf deine innere Stimme

Heute ist ein wunderschöner Tag. Die Sonne lacht und verspricht FRÜHLING. Mein Bauchgefühl meint, es wäre zu schade diese wunderbare Zeit vor dem Computer zu verbringen. Darum gibt es heute keinen der üblichen Blogtexte, sondern einfach nur ein Gedicht.

Im Frühling

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag mir, alleinzige Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.
Der Sonnenblume gleich steht mein Gemüte offen,
Sehnend,
Sich dehnend
In Lieben und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldener Kuss
Mir tief ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein,
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.

Ich denke dies und denke das,
Ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
Halb ist es Lust, halb ist es Klage.
Mein Herz, o sage,

Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte unnennbare Tage.

(Eduard Mörike, 1804-1875)

Quelle: http://www.deutschstunden.de

Nun hab ich doch noch etwas Zeit daran gesetzt und auf http://www.wortwolken.com/

eine WORTWOLKE daraus gemacht.

wortwolkefruehlingsgedicht

Nungehe ich aber mit meinem Hund nach draußen … Sonne tanken.


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Achte auf deine Gedanken

Achtsamkeit ist eines der großen Schlagwörter unserer Zeit. Wir sollen:

  • Achtsam leben
  • Achtsam essen
  • Achtsam atmen
  • Achtsam schauen
  • Achtsam zuhören
  • Achtsam sprechen
  • Achtsam gehen
  • Achtsam fahren

Und natürlich auch achtsam denken.

Ist dir schon mal aufgefallen wie deine Gedanken deine Wahrnehmung beeinflussen?

  • Geh mal mit der Vorstellung durch den Tag, dass heute alles schief geht. Du wirst erstaunt sein, wie sehr deine Vorhersage zutrifft.
  • Mach dir mal klar, wie schlecht die Welt eigentlich ist. Du wirst ständig Mitteilungen und Nachrichten erhalten, die dich in dieser Sicht bestätigen.
  • Sei ehrlich, du schaffst es ja sowieso nicht, deine hochtrabenden Träume zu verwirklichen. Es ist echt besser, wenn du dir vornimmst kleinere Brötchen zu backen.

???

Wie fühlst du dich jetzt.

Nicht besonders toll. Oder?

Die Zeitschrift Focus veröffentlichte schon vor geraumer Zeit einen Artikel unter der Überschrift:

Gegen negative Gedanken: Starten Sie den Großputz in Ihrem Gehirn!

….. Mancher ist sich nicht einmal bewusst, wie viele negative Gedanken sich angesammelt haben. Es scheint so normal zu sein, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Dies wäre nicht so wichtig, wenn die Gedanken keinen Einfluss auf unser Leben hätten. Doch Angst lähmt, Sorgen und Zweifel halten uns von neuen Erfahrungen ab und „nicht verzeihen können“ schadet immer nur uns selbst, nicht dem, den wir damit treffen oder bestrafen wollen. Vielmehr schaden wir uns, weil wir eine Last tragen, die in die Vergangenheit gehört und die Gegenwart trübt.“ (Quelle: Focus)

Hier geht es zum vollständigen Artikel:

http://www.focus.de/gesundheit/experten/buergel/angst-sorgen-und-zweifel-laehmen-uns-gegen-negative-gedanken-starten-sie-den-grossputz-in-ihrem-gehirn_id_3013957.html

Darum machen wir jetzt den Gegencheck zu den negativen Vorstellungen:

Hege doch einmal einen ganzen Tag lang nur gute und positive Gedanken.

  1. Erkläre dich zum Chef deiner Gedanken und bestimme zuerst einmal, dass du dich gut fühlst.
  2. Sei dankbar für alles was dir (an Schönem, Angenehmen, Überraschendem) wiederfährt.
  3. Geh aufrecht und stolz durchs Leben. (Unterschätze niemals den Einfluss der Körpersprache auf dein Wohlbefinden.)
  4. Nimm das Leben als Geschenk (Betrachte es nicht als Kampf sondern eher als ein Spiel)
  5. Mache Sachen die du gern machst. (Wenn du Arbeiten erledigen musst, die du nicht magst, dann freu dich, wenn du sie beendet hast, dass sie erledigt sind).
  6. Treffe dich mit netten Menschen.
  7. Sage (und denke) nur Gutes.
  8. Schreib am Abend auf, was der Tag an Positivem für dich bereitgehalten hat. (du wirst erstaunt sein, wie viel das war.)

Wie hast du dich gefühlt?

Und jetzt kommt der unvermeidliche Nachsatz von Pico Yver: “Es sind nicht die Erlebnisse die uns formen, sondern wie wir sie interpretieren.”

Du kannst das schon nicht mehr hören?

Na dann nehmen wir eben: „Nicht die Erlebnisse diktieren unsere Handlungsweisen, sondern die Schlussfolgerungen, die wir aus diesen Erlebnissen ziehen“ von Alfred Adler (österreichischer Arzt und Psychotherapeut).

Nina2


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Ich wär so gern wie …

Sind wir mal ehrlich, so ab und zu, oder auch ziemlich oft, wollen wir gern jemand anderes sein. Oder zumindest, irgendwie ein bisschen wie ….

  • Ein berühmter Star
  • Eine erfolgreiche Unternehmerin
  • Ein bekanntes Model
  • Eine vielgelesene Schriftstellerin

Wenn wir dann an unsere Idole denken, dann stöhnen wir oft vor uns hin.
Die hat es gut! Die hat es geschafft!

Da ich Märchen mag, fällt mir an dieser Stelle immer die Geschichte „vom falschen Prinzen“ ein. Die hatte ich als Kind auf einer Langspielplatte und habe sie oft gehört. Der Schneiderlehrling Labakan wollte so gern ein Königssohn sein und seufzte ständig: „ach, wär ich doch ein Prinz!“
Genützt hat es ihm am Ende nicht, aber er wurde ein ganz brauchbarer Schneider.
Sollten wir uns nun daran ein Beispiel nehmen und unsere Wünsche begraben?
Ich denke, das wäre der falsche Weg. Unser Schneiderlein hat nämlich sehr wohl dasTreiben am Königshof ausprobiert, auch wenn es nur im Traum war.

Weil unser Leben allerdings kein Märchen ist, müssen wir wohl eine andere Methode finden, um so wie XYZ zu werden.
Versuchen wir es stattdessen mit folgendem Gedankenspiel. In dieser oder jener Situation fragen wir uns einfach mal: „wie hätte unser Idol jetzt gehandelt?“ Und dann tun wir es.

Das geht nicht?
Ach so – du kannst dir kein Kleid für 12 000 € leisten, weil dein Lieblingssternchen sich das Teil sofort gekauft hätte. Das meine ich ja auch nicht. Es geht hierbei nicht um materielle, sondern um menschliche, emotionale Entscheidungen. Damit hast du schon mal einen kleinen Einblick, wie es sich in der Haut deines Schwarms anfühlt.

Aber das ist noch längst nicht alles. Schau dir doch mal die Biografie deiner Heldin genauer an. Du möchtest so erfolgreich sein wie Heidi Klum? Dann solltest du wirklich mal nachlesen, wie sie es angestellt hat, so bekannt zu werden. Und dann mache dir mal Gedanken darüber, ob dir das die ganze Sache auch wert gewesen wäre. Wenn du etwas so doll willst, dann bist du doch sicher auch bereit Opfer dafür zu bringen. (Falls du dich fragst, wie ich in diesem Beitrag auf sie komme: Ich habe gerade ein Buch über Heidi Klum gelesen. Lebensbeschreibungen sind toll, denn da erfährt man eine Menge von dem, was hinter dem Glamour steckt. Selbst bei Dieter Bohlen findet man erstaunliche Wahrheiten)

Du magst diese Leute nicht und findest meine Beispiele blöd. Darfst du natürlich.
Nehmen wir die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Da setzt sie sich hin und schreibt ein Buch, das gleich ein Bestseller wird. Dann folgen noch weitere Bände und jetzt kann sie bis ans Ende ihrer Tage sorgenfrei Leben.
Das klingt zu gut um wahr zu sein. Ist es auch nicht. Etliche Verlage haben ihren inzwischen weltberühmten Roman erst einmal abgelehnt. Selbst als ihr Manuskript angenommen worden war, hat man ihr noch ans Herz gelegt, sie solle „sich wieder eine Stelle zu suchen, da man von Kinderbüchern allein nicht den Lebensunterhalt bestreiten könne.“ (Quelle: Wikipedia)

Hätte sie aufgegeben, dann wäre die Welt jetzt um einige schöne Geschichten ärmer.
Das ist der eigentliche Sinn hinter der Frage „Was hätte SIE jetzt an meiner Stelle gemacht?“
Wäre SIE

  • Einfach aus Lustlosigkeit im Bett geblieben?
  • Unfreundlich und undiszipliniert gewesen?
  • An kleinen Problemen verzweifelt?

Hätte SIE

  • Anstehende Aufgaben weiter vor sich her geschoben?
  • Gleich die Flinte ins Korn geworfen?
  • Ihr Licht unter den Scheffel gestellt?
  • Sich kleiner gemacht, als sie in Wirklichkeit ist?

Und wärst du dann noch immer, so gern wie SIE?

papaver