junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Ich wär so gern wie …

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Sind wir mal ehrlich, so ab und zu, oder auch ziemlich oft, wollen wir gern jemand anderes sein. Oder zumindest, irgendwie ein bisschen wie ….

  • Ein berühmter Star
  • Eine erfolgreiche Unternehmerin
  • Ein bekanntes Model
  • Eine vielgelesene Schriftstellerin

Wenn wir dann an unsere Idole denken, dann stöhnen wir oft vor uns hin.
Die hat es gut! Die hat es geschafft!

Da ich Märchen mag, fällt mir an dieser Stelle immer die Geschichte „vom falschen Prinzen“ ein. Die hatte ich als Kind auf einer Langspielplatte und habe sie oft gehört. Der Schneiderlehrling Labakan wollte so gern ein Königssohn sein und seufzte ständig: „ach, wär ich doch ein Prinz!“
Genützt hat es ihm am Ende nicht, aber er wurde ein ganz brauchbarer Schneider.
Sollten wir uns nun daran ein Beispiel nehmen und unsere Wünsche begraben?
Ich denke, das wäre der falsche Weg. Unser Schneiderlein hat nämlich sehr wohl dasTreiben am Königshof ausprobiert, auch wenn es nur im Traum war.

Weil unser Leben allerdings kein Märchen ist, müssen wir wohl eine andere Methode finden, um so wie XYZ zu werden.
Versuchen wir es stattdessen mit folgendem Gedankenspiel. In dieser oder jener Situation fragen wir uns einfach mal: „wie hätte unser Idol jetzt gehandelt?“ Und dann tun wir es.

Das geht nicht?
Ach so – du kannst dir kein Kleid für 12 000 € leisten, weil dein Lieblingssternchen sich das Teil sofort gekauft hätte. Das meine ich ja auch nicht. Es geht hierbei nicht um materielle, sondern um menschliche, emotionale Entscheidungen. Damit hast du schon mal einen kleinen Einblick, wie es sich in der Haut deines Schwarms anfühlt.

Aber das ist noch längst nicht alles. Schau dir doch mal die Biografie deiner Heldin genauer an. Du möchtest so erfolgreich sein wie Heidi Klum? Dann solltest du wirklich mal nachlesen, wie sie es angestellt hat, so bekannt zu werden. Und dann mache dir mal Gedanken darüber, ob dir das die ganze Sache auch wert gewesen wäre. Wenn du etwas so doll willst, dann bist du doch sicher auch bereit Opfer dafür zu bringen. (Falls du dich fragst, wie ich in diesem Beitrag auf sie komme: Ich habe gerade ein Buch über Heidi Klum gelesen. Lebensbeschreibungen sind toll, denn da erfährt man eine Menge von dem, was hinter dem Glamour steckt. Selbst bei Dieter Bohlen findet man erstaunliche Wahrheiten)

Du magst diese Leute nicht und findest meine Beispiele blöd. Darfst du natürlich.
Nehmen wir die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Da setzt sie sich hin und schreibt ein Buch, das gleich ein Bestseller wird. Dann folgen noch weitere Bände und jetzt kann sie bis ans Ende ihrer Tage sorgenfrei Leben.
Das klingt zu gut um wahr zu sein. Ist es auch nicht. Etliche Verlage haben ihren inzwischen weltberühmten Roman erst einmal abgelehnt. Selbst als ihr Manuskript angenommen worden war, hat man ihr noch ans Herz gelegt, sie solle „sich wieder eine Stelle zu suchen, da man von Kinderbüchern allein nicht den Lebensunterhalt bestreiten könne.“ (Quelle: Wikipedia)

Hätte sie aufgegeben, dann wäre die Welt jetzt um einige schöne Geschichten ärmer.
Das ist der eigentliche Sinn hinter der Frage „Was hätte SIE jetzt an meiner Stelle gemacht?“
Wäre SIE

  • Einfach aus Lustlosigkeit im Bett geblieben?
  • Unfreundlich und undiszipliniert gewesen?
  • An kleinen Problemen verzweifelt?

Hätte SIE

  • Anstehende Aufgaben weiter vor sich her geschoben?
  • Gleich die Flinte ins Korn geworfen?
  • Ihr Licht unter den Scheffel gestellt?
  • Sich kleiner gemacht, als sie in Wirklichkeit ist?

Und wärst du dann noch immer, so gern wie SIE?

papaver

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