junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Schätzen wir, was wir haben?

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Beim Stöbern im Internet bin ich unter http://brigitte-windt.de/werte-schaetzen-werte-leben/ im Rahmen einer Blogparade auf folgende Aufforderung gestoßen:

Werte kultivieren in 30 Tagen (Ausschnitt)

Tag 01 Denken und sprechen und handeln Sie einen Tag lang ausschließlich wertschätzend! Dokumentieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse und berichten Sie darüber hier mit Ihrem Kommentar.

Tag 02 Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Werte! Schreiben Sie Ihre persönlichen Werte auf!

Tag 03 Treffen Sie am 3. Tag eine Entscheidung für Ihren wichtigsten Wert. Treffen Sie eine schriftliche Vereinbarung mit sich selbst und schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Thema.

Zum vollständigen Artikel: http://brigitte-windt.de/werte-schaetzen-werte-leben/

Da macht es Sinn, sich mal Gedanken über seine eigenen Werte zu machen.

Wenn ich meinen Thesaurus nach dem Begriff WERT frage, dann erhalte ich unter anderem das Wort BEDEUTUNG.

Wer und was hat Bedeutung für mich?

Daraus ergibt sich gleich die nächste Frage: Kann ich diese Bedeutung auch richtig einschätzen? Oder fällt sie mir erst auf, wenn ich ihren Verlust spüre?

Schätzen ist auch so ein tolles Wort, das sich eigentlich nicht richtig fassen lässt.

Achten, anerkennen, berechnen, beziffern, glauben, meinen, mutmaßen, vermuten, ahnen …

Wikipedia trifft zum Thema Wertschätzung folgende Aussage (gekürzt):

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit. „Er erfreute sich allgemein hoher Wertschätzung“ meint umgangssprachlich: Er ist geachtet /respektiert. Es gibt eine Korrelation zwischen Wertschätzung und Selbstwert: Menschen mit hohem Selbstwert haben öfter eine wertschätzende Haltung anderen gegenüber, werden öfter von anderen wertgeschätzt, wohingegen Personen die zum aktiven Mobbing neigen, häufig ein eher geringes Selbstvertrauen damit kompensieren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%A4tzung

Diese Ausführung trifft wohl relativ genau auf die Inspiration zu, die zu dem oben erwähnten Blogartikel geführt haben.

Ich will die Sache mit den Werten aber zusätzlich noch von einer anderen Seite aus betrachten.

Geht es bei der Wertschätzung nur um Menschen und Beziehungen? Oder umfasst das Ganze noch mehr? Darüber habe ich mich schon einmal in einem Artikel geäußert (https://junggenug.wordpress.com/2016/01/14/schaetze-die-menschen-die-es-in-deinem-leben-gibt/)

Ich glaube, dass da noch mehr ist.

Ich bin unter anderem auch Herzsporttrainerin. In diesen Sportgruppen ist es vorgeschrieben, dass stets ein Arzt anwesend ist. Einer unserer jungen Doktoren, der ursprünglich aus dem Kosovo stammt, fragte mich unlängst in der Turnhalle, was das da denn für ein komisches Gerät sei. Auf meine Gegenfrage, ob er denn in der Schule keinen Sport hatte und darum kein Pferd kennen würde, antwortete er: „Als ich Kind war, da war bei uns Krieg. Da waren wir froh, wenn wir ab und zu  mal einfachen Unterricht hatten.“ Mir ist irgendwie innerlich die Kinnlade heruntergefallen. Ex-Jugoslawien ist eigentlich gleich um die Ecke.

Schätzen wir unser Leben in Frieden wert?

Ich treffe beim Einkaufen einen Bekannten, den ich lange nicht mehr gesehen habe und frage ihn wie es denn so geht. Daraufhin bekomme ich eine Liste von Krankheiten und Operationen aufgezählt. Find ich ehrlich gesagt nicht so schön, aber es bringt mich zum Thema zurück.

Schätzen wir unseren derzeitigen Gesundheitszustand (auch wenn er vielleicht nicht 100% optimal ist) wert?

Mein Auto ist kaputt. Unrettbar hinüber. Seine Zeit ist um. Das ist nicht prickelnd. Aber bisher war mir nicht klar, welche Bedeutung es für mich hatte. Ich wohne außerhalb und bin  durch meine beruflichen Aktivitäten fast täglich auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen. Jetzt nehme ich das Fahrrad und borge mir für lange Strecken ein Fahrzeug aus der Familie. Das ist an sich kein Beinbruch und geht auch irgendwie (auch wenn es nicht zur Dauerlösung werden soll). Allerdings muss ich gestehen: Ich fühle mich aber in meiner Mobilität und Unabhängigkeit eingeschränkt.

Schätzen wir die Freiheit, die uns unser modernes Leben ermöglicht, wert?

Vielleicht sollten wir ab und zu mal einfach so das Verzichten üben? Mal einen Tag etwas nicht benutzen, verwenden, in Gebrauch haben, womit wir täglich gedankenlos umgehen.

Es könnte sein, das vieles, was wir als gegeben betrachten, wieder an Wertschätzung gewinnt.

spanngurt

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