junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Warum wir Wertschätzung und Dankbarkeit üben sollten, …

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… um glücklich zu sein

So vieles in unserem Leben nehmen wir als selbstverständlich hin. Wir erwarten regelrecht, dass es so ist und nicht anders. Das hat sicher in manchen Punkten seine Berechtigung, aber es macht uns auch gleichgültig. Es ist so, es war so und es wird immer so sein.

Dass es auch ganz schnell mal alles anders werden kann, zeigen uns die aktuellen politischen Ereignisse. Wenn wir ehrlich darüber nachdenken, dann schenken wir unserem Leben doch viel zu wenig Wertschätzung.
Wie hoch ist der Wert unserer relativ sicheren Existenz? Ist es ein Schatz? Schließlich scheint das wohl der Ursprung des Wortes, schätzen. Ich befürchte, man kann so etwas erst ermessen, wenn man es verloren hat. So eine Entwicklung erhoffe ich für uns alle nicht.

Wie wäre es denn dann mal mit etwas Dankbarkeit? Nicht für irgendwen oder an irgendwas, sondern als Grundeinstellung. Wir könnten dankbar sein, dass es uns gibt. Dass wir nette Menschen kennen. Dass die Sonne scheint. Dass es regnet. (Ja auch dafür, da ich einen Garten besitze!)

Ist das nicht ein bisschen simpel und an den Haaren herbeigezogen?

Ich denke nicht, denn die Dankbarkeit ist es, die uns den Tag versüßen kann. Wenn wir gut drauf sind, dann freuen wir uns über viele Sachen. Da kommen uns solche Worte wie „ist das schön“ oder „richtig super“ ganz leicht über die Lippen. Wir drücken unsere Wertschätzung für Situationen, Gegebenheiten oder Dinge aus und sind (ob bewusst oder unbewusst) dankbar dafür.

Ganz anders ist es in solchen Stunden, in denen uns alles verquer geht. Wir haben es eilig und der Bus fährt uns vor der Nase weg. Wir finden die Brille oder den Autoschlüssel nicht gleich. Und so geht das dann weiter! Und wofür soll man denn dann dankbar sein?
Vielleicht passt es gerade genau in dem Moment nicht wirklich. Sich dann zu sagen „prima der Bus ist weg“ wäre wohl reichlich übertrieben. Es ist aber wichtig, dass man sich nicht den ganzen Tag von solchen Situationen vermiesen lässt. Behält man die negative „heute-geht-alles-schief-Stimmung“ bei, dann wird sich auch der Tag so entwickeln. Die Kunst (um ein glückliches Leben zu führen) ist es aus dieser Stimmung herauszukommen. Dabei sind Wertschätzung und Dankbarkeit zwei unentbehrliche Helfer.

Ich will das jetzt gar nicht so trennen, sondern mich eher auf das „dankbar sein“ konzentrieren.

Dankbarkeit ist etwas, das man üben kann. Dadurch kann man seinem Leben eine positivere Grundstimmung geben. Das geht aber nur, wenn man die entsprechenden Anlässe auch sehen kann.

Eine richtig gute Übung ist es täglich 10 Dinge (Situationen etc.) aufzuschreiben, für die man dankbar ist. Dafür legt man sich ein Glücks-, Wertschätzungs- oder Dankbarkeits-Heftchen an. An guten Tagen fällt uns das leicht. (Obwohl zehn schon ganz schön viel ist). Aber an schlechten, miesen und lausigen Tagen, da kann doch nicht Gutes dran gewesen sein.

Gerade dann sollte man intensiv nach den schönen Seiten suchen. Was ist passiert, dass  ich dankbar sein kann? Dazu gehört auch das, was ich getan habe. Es gibt vielleicht Dinge, die ich angepackt habe, obwohl ich mich davor gegruselt habe. Da war ein schwieriger Telefonanruf oder irgendein ersten Schritt zu einer Veränderung im Leben. Dann kann ich mir selbst auch mal dankbar auf die Schulter klopfen. Positive Impulse müssen nicht immer von außen kommen. Es ist vollkommen legitim, wenn man sich auch mal bei sich selbst bedankt.

Ich finde, wir tun das viel zu selten.

Alles in allem sollten sich doch auch an jedem Abend diese verflixten zehn Punkte entdecken lassen. Vorher wird das Heft nicht geschlossen.

Übrigens ein toller Nebeneffekt wird sein, dass wir von jetzt ab regelrecht nach Situationen recherchieren, die wir in unser Tagebuch schreiben können. Wir sind also auf der Suche nach Glück.

dankbar

 

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