junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist

Warum du dich nicht von miesen Stimmungen vom Kurs abbringen lassen solltest

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Alex hat einen Traum. Er will eine eigene Zeitung herausgeben. Vor mehr als einem Jahr hat er damit begonnen. Sein Blatt befasst sich mit regionalen Themen und soll aller zwei Monate erscheinen. Die Resonanz auf die ersten Exemplare war überwiegend positiv. Er hat sogar schon einige Anzeigenkunden gewonnen, sodass er bereits eine »schwarze Null« schreiben kann. Jetzt wäre es an der Zeit, so richtig loszulegen (denke ich). Dummerweise hat Alex einen sehr großen Freundeskreis. Das ist ja an sich eher positiv zu sehen. Leider ist er auch so ein Sensibelchen und nimmt sich alles ziemlich zu Herzen. Vor einigen Monaten hatte sein Freund Olaf Beziehungsprobleme. Da hat er sich richtig um ihn gekümmert und ihn unter seine Fittiche genommen. Die ganze Sache hat den Alex aber so mitgenommen, dass er über die Maßen traurig geworden ist. Seine Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Wenn eine Beziehung, die er als perfekt eingestuft hätte, so einfach den Bach herunter geht, dann war das echt deprimierend.

Weil er so viel zu grübeln hatte, vernachlässigte er seine Arbeit an der Zeitung. Die kam dann einen ganzen Monat zu spät auf den Markt. Das hat die Anzeigenkunden verärgert. Er hatte echt Mühe, den Schaden zu begrenzen. Zum Glück kannten sich alle recht gut und Alex wurde verziehen.

Die nächsten Ausgaben kamen wieder pünktlich und die Wogen hatten sich geglättet. Neulich traf ich Alex und fragte, ob er mir diesmal kein Exemplar seiner Zeitung zugeschickt hätte. Hatte er mich vergessen oder was war los? Als Antwort bekam ich ein trauriges Kopfschütteln und folgende Rechtfertigung: Alex hat sich Sorgen um seine Freundin Petra gemacht, denn die lag im Krankenhaus. Und so hat er oft mit den anderen Leuten aus seiner Klicke zusammengesessen und darüber geredet wie, schnell es doch gehen könnte, das einen das Leben aus der Bahn wirft. Da hätte er gar keine Zeit für die neueste Auflage gehabt.

Ich habe mich zurückgehalten und nur vorsichtig gefragt, ob das Ganze denn der Petra geholfen hätte. Oder wozu es gut gewesen sie. Sein erstaunter Blick sprach Bände.

Fazit (für mich): Alex hat seine Arbeit (seinen Traum) vernachlässigt, weil er sich von seiner miesen Stimmung hat beeinflussen lassen. Er hat »klein bei« gegeben, ohne wirklich jemanden zu helfen.

Das bremst und hindert. Nicht nur Alex, sondern uns alle.

Warum das so ist?

Hast du schon mal Elan gehabt, wenn du so richtig traurig oder deprimiert warst?

Das kannst du mir nicht erzählen.

Man kann richtig gut loslegen, wenn man voller Freude ist. Mit einer ganzen Menge Wut im Bauch geht das auch. Aber nicht mit »dunklen Wolken« im Kopf.

Wenn du mal wieder in so einer Konstellation steckst und du dich nicht aufraffen kannst, das zu tun, was du dir vorgenommen hast, dann frage dich:

  • Was ist es genau an der Situation, was mich traurig macht?
  • Wovor habe ich Angst? (Betrifft es dich wirklich ganz persönlich und beeinflusst dein Leben nachhaltig?)
  • Kann ich den Stand der Dinge ändern? (Wenn ja dann tu es!)
  • Was passiert, wenn ich in dieser Stimmung bleibe?
  • Wie wird es mir gehen, wenn ich diesen Zustand überwinde?

Alles klar?

Nicht vergessen: “Es sind nicht die Erlebnisse die uns formen, sondern wie wir sie interpretieren. (Pico Yver)

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