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Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Zusammenfügen, was auf den ersten Blick nicht passt

Wir haben oft eine ganze Menge  Ideen, die auf den ersten Blick überhaupt nicht zueinander passen. Irgendwann sagte ein Freundin zu mir (in recht vorwurfsvollen Ton): „Was willst du denn noch alles machen?“

Das hat mich schon irgendwie getroffen und ich habe mich gefragt, gibt es in meinem Leben keinen roten Faden? Springe ich „ohne Sinn und Verstand“ mit meinen Interessen hin und her? Oder ist da doch irgendetwas, was die Dinge zusammenhält?

Wer, so wie ich, Scanner ist, der kennt das Problem mit den vielseitigen Vorlieben nur zu gut. Ich habe mir auch lange Zeit Sorgen gemacht, dass ich mich verzettle und irgendwie ständig neue Einfälle habe. Erschwerend kommt noch dazu, dass ich Selbstständig bin, also von meinen Neigungen und Bemühungen auch noch leben will. Das hat mir mehr als einmal schlaflose Nächte bereitet.

Irgendwann bin ich dann einmal auf einen Video-Vortrag der leider viel zu früh verstorbenen Vera F. Birkenbihl gestoßen. Darin hat sie die ABC-Methode erklärt. Das fand ich so genial, dass ich diese Technik gleich einmal für meine aktuellen Projekte angewendet habe.

Und siehe: es fügte sich zusammen, was auf den ersten Blick scheinbar nicht unbedingt unter einen Hut passt.

Wie geht das nun?

Du nimmst ein kariertes Blatt Papier und schreibst links am Rand alle Buchstaben von A bis Z untereinander. Oben quer notierst du die Hauptbegriffe der Themen, die du miteinander verbinden willst.

Dann fängst du beim ersten Punkt an und zu jedem Buchstaben irgendetwas, was die zu dieser Angelegenheit einfällt. Völlig spontan und nicht nur hintereinander weg, sondern immer in der Spalte lang. Wenn nach kurzem Überlegen zu einem Buchstaben keine Idee kommt, dann lass ihn aus und nimm den Nächsten. Nicht grübeln! Rasch aus dem Bauch entscheiden. Ist der erste Block erledigt, dann kommt der nächste Begriff. Bis alles abgearbeitet ist. Dann schaust du dir die Sache mal „von oben herab“ an. In den meisten Fällen sollte sich ein „wie auch immer gearteter“ Zusammenhang erkennen lassen. Darüber kannst du dann weiter nachdenken und die Dinge zusammen bringen, die eigentlich nicht zusammen gehören.

Ich habe das mal für die Begriffe Qigong, Geomantie und Natur gemacht.

  1. Die Liste schreiben.
  2. Alles, was mehr als einmal in einer Reihe auftaucht, wurde grün markiert.
  3. Alles, was eigentlich auf alle zutreffen könnte oder auch so mehrmals zu finden ist, das habe ich noch zusätzlich rot angestrichen.

Ein ausführliches Video zum Thema ABC-Technik gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=ZUl_zQhi0_s

ABC

Herausgekommen ist dann der Startbeitrag für meine Seite: www.komm-nach-draussen.eu

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Sei kreativ

Mit dem Thema Kreativität haben sich schon viele Leute beschäftigt. Natürlich gibt es auch einen Artikel von Wikipedia dazu. Dort wird diese Eigenschaft, wie folgt beschrieben: „Kreativität ist allgemein die Fähigkeit, etwas vorher nicht da gewesenes, originelles und beständiges Neues zu kreieren.“ Zum Glück ist dieser Beitrag etwas umstritten, denn ich kann da nicht ganz mitgehen.

Etwas Neues schaffen … da kann man ja noch relativ leicht zustimmen.

Wenn ich etwas bastle, male, schreibe … dann war es vorher nicht da. Also ist es neu.

Aber ist es originell? Für mich schon. Schließlich denke ich mir etwas aus das ich ganz toll finde. Dummerweise müssen das die Anderen nicht auch so sehen. Das geht mir oft so wenn ich mal wieder ein neues Buch veröffentliche. Ich finde es ganz toll und denke: Das wird weggehen wie warme Semmeln. Und dann dümpeln die Verkaufszahlen bei Amazon vor sich hin. Tja. Ich fand es gut … und die Welt nimmt kaum Notiz davon. War ich aber deswegen nicht kreativ?

Ist es vorher noch nicht dagewesen? Wenn ich es geschaffen habe, dann war es ja vorher noch nicht da. Aber sicher gab es sowas ähnliches schon mal. Ich habe zwar etwas kreiert, aber es ist nicht wirklich total neu. Eigentlich war alles schon mal da. Selbst so ein Text über Kreativität. Ralph Hiltman hat auf seinen Zeit-zu-Leben-Seiten beispielsweise einen klugen Beitrag zu diesem Thema geschrieben.

Macht es dann aber noch Sinn etwas Neues zu machen?

Wenn ich an das gute Gefühl denke, das ich habe, wenn ich mal wieder ein Buch fertig geschrieben oder auch nur einen neuen Blogartikel veröffentlicht habe, dann sage ich. Ja

Ja, es macht Sinn, etwas zu erschaffen. Auch wenn es vorher schon tausend ähnliche Dinge, Bilder oder Geschichten gab. Ein richtig gutes Beispiel dafür sind die Märchenbücher von Alexander Wolkow. Der hat bei seinem ersten Werk „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ ziemlich nah beim „Zauberer von Oz“ gelegen. (O.K. – Ich gebe es zu, selbst ich als Fan kann nicht abstreiten, dass er abgekupfert hat.) Das Ergebnis ist aber so toll geworden und hat tausende Kinder (wie mich) glücklich gemacht. Das wäre echt schade gewesen, wenn er dieses Buch (aus dem noch mehrere andere entstanden sind) nicht geschrieben hätte, nur weil ihm eingefallen ist, dass sowas schon mal da war.

Und wie ist es mit der Beständigkeit?

Hat Kreativität nur Sinn, wenn das Ergebnis bleibt? Was ist mit einer besonders schönen Torte, einem ausgefallenen Essen oder einer wunderschönen Seifenblase? Das ist doch auch kreativ, so etwas zu backen, zu kochen oder einfach nur den Dreh raus zu haben.

Da gibt es eine amerikanische Künstlerin, die schafft beeindruckende Blumen-Mandalas. Die sind wunderschön und haben dabei aber keine lange Lebensdauer. Nicht nur weil sie welken, sondern weil Kathy Klein sie einfach auf der Erde auslegt und sie dann Sonne und Wind überlässt. Der Prozess des Schaffens, ist es wohl, der sie reizt. Vielleicht ist es genau das, warum ich mich auch immer gleich wieder an ein neues Buchthema wage.

Ich mag indessen die Synonyme, die mir mein Thesaurus vorschlägt wirklich viel lieber, als die Erklärung, die Wikipedia liefert. Er bietet mir als andere Worte für Kreativität nämlich eine ganze Reihe weiterer Bezeichnungen an. Am besten gefallen mir davon: Berufung, Einfallsreichtum, Fantasie, Ideenreichtum, Inspiration und Schöpfertum.

Ganz gleich, ob wir nun etwas völlig Neues schaffen oder einfach nur irgend etwas schaffen. Es wird immer auf eine gewisse Art anders sein, als die „Vorlage“. Selbst Kunstfälscher erstellen keine 100%ige Kopie eines Werkes. Wir sollten uns also von nichts und niemanden daran hindern lassen, dass zu machen, was wir schon immer machen wollten.

Also schreibe, male, texte, bastle, schauspielere, singe … sei kreativ.

Und wenn dir im Moment nix einfällt, dann versuch es doch mal mit einem Blumen-Mandala wie Kathy Klein. Hier als Anregung der Link zur Bildersuche.

Dein Werk muss keineswegs so beeindruckend sein, wie diese wunderschönen Bilder. Man kann ja klein anfangen. Hier ist übrigens mein Versuch:

mandala


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Treib es doch mal bunt – mit einer persönlichen Collage

Ich weiß nicht wie Du es mit dem Zeitungslesen beziehungsweise mit dem Aufbewahren von Zeitschriften hältst. Ich mache zwei verschiedene Stapel. Auf den einen kommen die ganz alltäglichen Sachen wie Tageszeitung, Werbung und anderes was mich nicht so lange fesselt. Auf den andern kommen die Gartenzeitung, meine Lieblingszeitschrift Hapinez und noch so wichtige Sachen wie Landapotheke, Landliebe usw. Stapel eins wandert regelmäßig in die blaue Tonne. Nummer zwei dagegen wird immer größer.

Falls du keinen Zeitungsstapel hast, will ich dich jetzt mal überreden, Dir für kurze Zeit einen anzulegen.

Wozu?

Damit Du Dir eine Collage für Deinen Lebensentwurf basteln kannst.

Wozu?

Lass Dich überraschen.

Also Du brauchst einige Zeitungen mit schönen bunten Bildern. Darauf sollten solche Sachen sein, die Dich ansprechen. Fotos von Dingen, die Du magst. Von Orten an denen Du gern warst oder sein würdest. Einfach Zeugs, das Du gut findest.

Dann brauchst Du noch ein großes A3 Blatt. Kann aber sein, dass Du Dir nicht extra einen solchen Block kaufen willst. Dann nimm drei von den A4 Blättern, die man ja meistens zu Hause hat, und lege zwei davon mit der langen Seite aneinander. Das Dritte klebst Du so darüber, dass der Spalt völlig verdeckt ist. Wenn Du das Ganze umdrehst, dann hast Du ein Blatt in A3.

Ach so – ganz vergessen: Kleber oder einen guten Prit-Stift brauchst Du natürlich auch.

Warum reicht denn kein kleines Blatt?

Denk doch einfach mal nicht so klein. Was passt denn da schon drauf?

Jetzt wäre es gut, wenn Du noch etwas dezentes Einwickelpapier hättest. Nur für den Fall der Fälle, dass Du doch nicht genug Material findest. Damit kannst Du dein großes Blatt „tapezieren“. Das muss nicht sein, sieht aber hinterher schöner aus, wenn Du nicht alles bis in die Ecken vollklebst. Wenn Dir so ist, kannst Du selbstverständlich auch quitschbuntes Paier nehmen. Oder Goldenes. Oder Blaues mit Sternen drauf. Ganz wie es Dir gefällt.

Die Vorarbeit ist getan!

Jetzt nimmst Du Dir eine Schere und scheidest aus den Zeitungen alle Bilder aus, die dir gefallen. Überlege nicht lange, sondern höre einfach auf Dein Bauchgefühl. Das können auch Personen sein, die Du bewunderst. Oder Textpassagen, die Dir gefallen.

Wenn Du damit fertig bist, dann lege die ausgeschnittenen Teile aus und fange an sie auf deinem Blatt anzuordnen. Du wirst sicher nicht alle Bilder unterbringen. Manche wirst Du beiseitelegen. Vielleicht fällt Dir ein, dass Du noch ein bestimmtes Motiv vermisst und Du muss alle Zeitungen noch einmal durchsehen. Schieb alles hin und her und ändere, bis Du zufrieden bist.

Nun musst Du nur noch alles festkleben.

Schau Dir an was Du geschaffen hast! Was für eine tolle Collage!

Und wenn Du beim Ausschneiden wirklich auf Dein Bauchgefühl gehört hast, dann kannst Du darin Deine geheimen Sehnsüchte und Wünsche entdecken.

Vielleicht findest Du einen Platz, wo Du sie aufhängen kannst, um Dich an ihr zu erfreuen.

Und wenn Dir das Spaß gemacht hat (das macht es den meisten Menschen), dann bastelst Du nach einem Jahr eine neue Collage. Dann kannst Du vielleicht sehen, was sich für Dich verändert hat.

collage

Mein diesjähriges Werk hängt in meinem Büro. Immer wenn ich es betrete, fällt mein Blick darauf.