junggenug

Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


Hinterlasse einen Kommentar

Finde Deine Aufgabe

Ich habe in meinem Leben schon vieles gemacht. Ich habe gekellnert, gegärtnert, in einer Wäscherei gearbeitet, in der Verwaltung den Computer bedient, mit Arbeitslosen Bewerbungen trainiert und auf Bestellungen Texte geschrieben. Manche Sachen haben Spaß gemacht, manche weniger. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass es mir gut tat, all diese verschiedenen Dinge auszuprobieren. So konnte ich nach und nach herausfinden was mir Spaß macht.

Sind wir mal ehrlich, am schnellsten vergeht die Zeit, wenn man gar nicht merkt, dass man arbeitet. Das ist bei mir beispielsweise so, wenn ich einen Qigong-Kurs gebe, im Garten werkle oder schreibe. Obwohl – beim Schreiben gibt es auch wieder Unterschiede. Die größte Freude bereiten mir die Texte, die ich für mich schreibe. Sei ein neues eBook, ein richtiges Buch oder einen Blogartikel. Daher habe ich für mich entschieden, dass das meine Aufgabe ist, die mir das Leben stellt.

Nun kannst Du Dich fragen: Warum soll den die Lebensaufgabe auch noch Spaß machen? Sollte das nicht etwas Ernstes und Seriöses sein? Reicht es denn wirklich, wenn man seine Bestimmung darin sieht kurze Ratgeber, einzelne Texte oder gar Liebesromane zu schreiben?

Wenn wir davon ausgehen, dass im Universum alles zweckmäßig arrangiert ist, dann genügt das schon. Alles hat seinen Sinn und Nutzen. Nichts wird verschwendet. Keine Anlage, keine Talent, keine Vorliebe ist umsonst. Was immer auch  Gutes in uns schlummert, wir sollten es wecken und nutzen. Es ist reine Energie, die ihre Erfüllung sucht.

Was ist aber, wenn wir ihr diese nicht geben. Dann verwandelt sie sich in Frust, ungute Gefühle, Unzufriedenheit, Enttäuschung, Desillusion…

Heißt das nun, dass jeder ein Sänger werden sollte, der gern singt? Das bedeutet es sicher nicht. Wer gern singt, der sollte das auch tun. Vielleicht nicht auf den großen Bühnen der Welt, sondern im Chor seines Heimatortes.

Nur weil es unsere Aufgabe ist, dann bedeutet das ja nicht zwangsläufig, dass wir auch davon leben können. Wie viele große Maler wurden erst nach ihrem Tod „entdeckt“ und waren zu Lebzeiten arme Hungerleider? Sie hatten für sich aber das Malen als Aufgabe entdeckt – und die Zeit hat ihnen Recht gegeben. Unsere Welt wäre um vieles ärmer, hätten sie sich damals entschlossen, den Pinsel an den Nagel zu hängen um Kaufmann, Steuereintreiber oder Metzger zu werden?

Wie groß Dein Beitrag für uns alle ist, das ist nicht wichtig und nicht messbar. Denn die Quantität der Bemühungen der Einzelnen ist immer mehr als die bloße Summe. Manchmal reicht es, wenn man der Stein des Anstoßes für etwas weitaus größeres ist, als man selbst im Sinn hat.

Wir können aus unserer kleinen Weltsicht meist nicht einschätzen, was letztendlich aus unseren Bemühungen wird. Wir können aber unser Bestes geben um unseren Teil im großen Ganzen zu erfüllen. Darum ist es wichtig, unsere ureigene Aufgabe zu finden. Wir haben sie entdeckt, wenn sich das Gefühl von Erfüllung einstellt.

Vielleicht liegt Deine Lebensaufgabe tatsächlich in Deiner derzeitigen Arbeit und Du hast es nur noch nicht herausgefunden. Eventuell sitzt Du an einer Stelle, die es dir ermöglicht, anderen zu helfen? Und genau das ist es, was für Dich vorgesehen ist. Du musst es nur herausfinden.

Vielleicht hilft Dir bei der Suche nach Deiner Bestimmung dieser tolle Artikel von Tim, der auf MyMonk erschienen ist:
7 Fragen, die Dich zu Deiner Lebensaufgabe führen.

KamelWandmalerei an einem Haus in Thüringen


Ein Kommentar

Ergreife die Gelegenheit (wann wenn nicht jetzt)

In der letzten Woche hat mich dann auch noch Iris angerufen. Sie ist ebenfalls eine Freundin und arbeitet in einer Eventagentur. Dort ist sie Sekretärin und manchmal sogar Mädchen für alles. Bisher hatte ich eigentlich den Eindruck, dass sie ganz zufrieden mit ihrem Job ist. Und darum ging es zum Anfang unseres Gespräches auch gar nicht. Iris war total empört, weil ich ach so gemein zu Ramona gewesen bin. Schließlich hätte ich doch etwas Mitleid mit ihrer Situation zeigen können.

Mein Argument, dass Mitleid niemanden helfen würde, das ließ sie nicht gelten. Das war übrigens für eine ganze Zeit der letzte Satz, den ich während des Telefonats in ihren Redefluss einbringen konnte.

Überhaupt, könne ich so einen Situation nicht einschätzen. Ich hätte es ja einfach. Schließlich würde mir kein Chef im Nacken sitzen. Wer selbstständig ist, so wie ich, der könne gar nicht ermessen, wie anstrengend es sein kann, wenn man sich immer unterordnen und auf die Kollegen Rücksicht nehmen müsste. Ich könne da überhaupt nicht mitreden, weil ich es ja so gut habe.

Da musste ich dann doch etwas schlucken, denn die Selbstständigkeit als Ein-Frau-Unternehmen ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Ich hab keine Ahnung mehr, wie oft ich mich in den letzten Jahren neu erfinden musste, um über die Runden zu kommen. Obwohl ich tief Luft holte um die Sache mal richtig zu stellen, kam ich einfach nicht dazu.

Ohne Punkt und Komma erklärt mir Iris, dass ich es ja so schön hätte. Schließlich könne ich mir meine Arbeit aussuchen. Und was mir keinen Spaß machen würde, das bräuchte ich auch nicht zu tun. Ich konnte mein Argument, dass ich wenn ich nichts arbeite, auch kein Geld verdiene, ebenfalls nicht loswerden.

Stattdessen erklärte mir Iris immer noch weiter, wie gut ich es hätte. Sie zum Beispiel, würde lieber malen, als sich hinter ihrem Schreibtisch den ganzen Tag mit irgendwelchen Leuten herumzuärgern. Sie liebt es, sich Geschichten in Bildern vorzustellen. Wann immer sie etwas liest, dann sieht sie vor ihrem inneren Auge, was für ein Bild sie dazu malen könne. Irgendwann möchte sie mal die Zeichnungen zu einem richtigen Buch entwerfen. Das wäre ihr Traum. Doch stattdessen geht sie jeden Tag ins Büro und verrichtet Dinge, die nichts, aber auch gar nichts, mit Kreativität zu tun haben. Das wäre alles so frustrierend.

Und während sie seufzend innehält ergreife ich die Gelegenheit, um auch mal wieder etwas zu sagen. „Das trifft sich gut. Ich habe nämlich die Idee eines meiner eBooks als Druckausgabe herauszubringen. Du könntest es ja illustrieren. Ohne Bilder ist so ein Märchenbuch doch irgendwie unvollständig.“

Iris stutzt und schweigt dann. „Was ist?“ bohre ich. Ihre Antwort kommt erst zögernd und dann immer schneller: „Weiß du … eigentlich habe ich ja gar keine Zeit. Auf Arbeit ist gerade so viel los. Ich bin am Abend immer total kaputt. Und dann habe ich mich noch zu diesem Sport-Kurs angemeldet. Ich muss unbedingt etwas für meine Fitness tun. Jetzt passt es mir gerade gar nicht. Und so kurz vor Weihnachten …“ Sie seufzt: „Später gern. Also wenn Du noch etwas warten würdest, dann könnte ich vielleicht im Frühjahr.“

„Ist schon o.k.“ brumme ich. Ihre Frage, ob ich nun vielleicht sauer bin, verneine ich. Tatsächlich bin ich nicht sauer, denn ich hatte mir schon so etwas gedacht. Im Frühjahr, so vermute ich in Gedanken, da wird sie dann in den Garten gehen wollen. Im Sommer fährt sie an den See und im Herbst in die Pilze. Damit hat sich das Thema für mich erledigt.

Was hat das aber mit Dir zu tun?

Überleg mal.

Was wünscht sich Iris? Sie will die Bilder in einem richtigen Buch gestalten.

Und was biete ich ihr an? Sie soll mein Märchenbuch illustrieren. (Hey, es steht hier nicht zur Debatte, ob das ein richtiges Buch werden könnte). Selbstredend bin ich nicht die Autorin von „Harry Potter“ oder habe auch kein Epos wie „Herr der Ringe“ geschrieben. Aber es wäre für Iris ein erster Schritt in die Richtung „Ich erfülle meinen Traum“.

Ich kann nicht, heißt immer auch ein bisschen, ich will nicht!

Wie oft hast Du eigentlich schon eine Gelegenheit verstreichen lassen?

Denke mal darüber nach.

  • Was ist Dein Ziel?
  • Welcher noch so kleine Schritt führt in diese Richtung?
  • Mit welchen Argumenten hast Du Dich davor gedrückt?
  • Wie fühlst Du Dich, wenn Du daran denkst, was daraus hätte entstehen können?

Falls mal wieder ein passendes Angebot kommt, dann kann Dir nur raten: Ergreife die Gelegenheit (wann wenn nicht jetzt)!

 

P.S. Keine Sorge ich habe einen Illustrator für mein Märchenbuch.

 

gehtnicht


Hinterlasse einen Kommentar

Eigentlich könnte alles so schön sein.

Ist es aber nicht!
Irgendwie fühlt sich dein Alltag nicht perfekt an.
Routine und eingefahrene Gewohnheiten bestimmen den Tagesablauf.
Du stellst dir schon lange solche Fragen wie:
Was ist aus meinen Träumen gweorden?
Oder:
Was fange ich an – mit der Zeit die mir noch bleibt?

Da war doch noch was?

Gib Deinem Leben wieder Sinn und Qualität!

Stell Dir doch zuerst einmal folgende Fragen:

Wie würdest du deine aktuelle Situation beschreiben?

Wie sollte dein Leben eigentlich aussehen?

Was ist die größte Herausforderung, für die du eine Lösung suchst?