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Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Haltung zeigen

Man wird von allen möglichen und unmöglichen Leuten aufgefordert Haltung zu zeigen. Es geht um die eigene Meinung, um Sozialkompetenz oder um das Präsenzzeigen bei politischen Themen. Wir sollen wählen gehen oder Zivilcourage üben. Das alles ist richtig und auch wichtig. Und ich will es auch gar nicht klein reden.

Aber wie ist es mit unserer Haltung zum Leben? Zum eigenen Leben.

Zeigen wir da auch Haltung?

Sind wir stolz auf uns und unser Dasein oder schleichen wir nur so durch den Tag? Ob Du es glaubst oder nicht, das macht einen Riesenunterschied. Die Haltung ist es, die die Stimmung bestimmt. Meistens jedenfalls. (Ok – manchmal ist es auch anders herum).

Mach mal folgendes Experiment:

Stell dich vor den Spiegel.

Hier wäre es echt ideal wenn Du noch so ein dreiteiliges Teil von der Oma hättest. So ein Klappspiegel gehörte damals zur Standardausrüstung des Schlafzimmers. Da kann man sich gleichzeitig von vorn und von der Seite sehen. Sicher gibt es auch moderne Ausführungen, aber die sind nicht ganz billig.

Lange Rede – kurzer Sinn: Stell dich vor den Spiegel.

Es geht jetzt nicht darum ob Du Dich schön findest, ob Du zu dick bist oder irgend sowas. Nein. Schau Dir Deine Haltung an. Wie stehst du da? Stell dich so hin, wie Du im ganz normalen Leben halt stehst. An der Supermarktkasse, beim Warten auf den Bus – also im Alltag.

Von vorn mag das ja alles noch ganz passabel aussehen. Dann dreh Dich, wenn Du halt keinen Omaspiegel mehr hast, zur Seite. Schau Dir Deine Haltung von der Seite an.

Was machen Deine Schultern? Hängen sie runter oder ziehst Du sie bis zu den Ohren?

Wie ist das mit Bauch und Becken? Hast Du beides nach vorn geschoben und Deine Wirbelsäule ist total zusammen gesackt?

Wo ist die Kopf. Thront er oben auf dem Körper oder hast Du den Hals wie eine Schildkröte nach vorn gestreckt?

Wenn nichts davon auf Dich zutrifft, dann lies einfach nur noch das Ende dieses Artikels, denn da kommt eine spannende Aufgabe. (unter dem Foto)

Hast du jedoch Eine dieser Sachen bei dir festgestellt, dann probiere doch mal Folgendes.

  • Stell Dich gerade hin.
  • Füße schulterbreit auseinander.
  • Schultern zurück und etwas nach hinten
  • Brustkorb leicht anheben
  • Becken etwas an kippen (nicht zu doll)
  • Jetzt kommt die Sache mit dem Faden, der den Kopf nach oben zieht
  • Zum Schluss nimmst du noch den Zeigfinger und schiebst Dein Kinn etwas zurück

Wie fühlt sich das an?

Wie sieht das aus?

Eigentlich müsstest du jetzt eine perfekte Haltung haben.

Wer so durchs Leben geht, der signalisiert: Ich bin eine Frau, die weiß was sie will. (Falls Du es nicht bemerkt hast: Dein Bauch ist irgendwie kleiner geworden, auch wenn du ihn gar nicht einziehst)

Schau Dir Dein Spiegelbild genau an. Das ist auch eine Art von Haltung zeigen.

Und wenn Du ehrlich bist, so schlecht fühlst Du Dich jetzt nicht. Kann sein, dass Du sogar ein bisschen grinsen must. Eine gute Haltung macht eben auch gute Laune!

Du willst einen Beweis?

Dann sack doch einfach wieder in Dich zusammen? Wie fühlt sich das an?

Ganz anders.

Also schnell wieder: Haltung zeigen!

Langnau, Brombachsee

Bildquellenangabe: Wolfgang Wehl / pixelio.de

Und nun die Aufgabe für die nächsten Tage:

Schau Dir die Haltung der Leute, denen Du begegnest an. Was sagt Ihre Haltung über sie aus? Über ihre Stimmung? Über ihr Lebensgefühl?

Das wird eine spannende Sache.