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Das Leben ändern – auch wenn man keine 20 mehr ist


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Was Leonardo da Vinci mit dem inneren Schweinehund zu tun hat

Wenn man etwas schaffen will, dann ist das A und O dabei, dass man sich an seinen Plan hält und sich nicht vom Inneren Schweinehund davon abhalten lässt. Dieser Typ hat nämlich den perfiden Vorsatz, dass er uns genau dort haben (oder lassen) will, wo wir gerade sind. Veränderungen sind ihm ein echter Greul.

Seit ich „Günter, der innere Schweinehund“ von Stefan Frädrich und Timo Wuerz in den Händen hatte, habe ich eine ganz neue Beziehung zu meiner persönlichen Entwicklungsbremse. Meine Hemmvorrichtung heißt übrigens Norbert. Der ist manchmal ziemlich dick und auch ganz schön ausgekocht. Er hat sich nämlich etwas ganz perfides einfallen lassen. Und zwar nachdem ich die Sache mit der Bequemlichkeit mit ihm ausdiskutiert habe. (Es gibt nämlich jetzt feste Auszeiten zum Lesen und Faulenzen. Dann fällt das unter Erholung und Regeneration. Das muss auch mal sein – und wird so geplant, dass es gut passt und kein schlechtes Gewissen macht).

Er will mich jetzt immer zum Prokrastinieren überreden. Was das ist? Das ist der Fachausdruck für die Aufschieberitis. Die kennen wir ja wohl alle. Und Wikipedia erklärt uns den Begriff auch noch mal ausführlich.

Also Norbert schafft es schon immer wieder mal, dass ich dieses und jenes tue, statt mich um meinen ganz persönlichen Plan zu kümmern. Er bringt mich dazu, irgendetwas Unwichtiges zu erledigen und mich an vollkommen belanglosen Sachen festzuspielen. „Du musst jetzt erst noch das machen, bevor …“ flüstert er mir ins Ohr. Das Schlimme ist, dass ich trotz jahrelanger Übung im Umgang mit meinem Inneren Schweinehund manchmal doch noch auf ihn hereinfalle. Am meisten zieht sein Argument: „Der große Leonardo da Vinci war auch ein richtiger Prokrastinator. Da bist Du doch in bester Gesellschaft.“ Der hatte tatsächlich viele unvollendete Werke und etliche seiner Vorhaben halbfertig liegen gelassen.

In so einer Situation hilf nur Eines. Oder besser gesagt, da helfen zwei Sachen. Zuerst einmal bekommt Norbert einen kräftigen Tritt in den Hintern! Das passiert, indem ich schon mal erkenne, was da gerade wieder abläuft. Mit der Erleuchtung kommt dann auch die Möglichkeit etwas gegen diese unbefriedigende Situation zu tun. Getreu dem Motto: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“

Jetzt hilft es die Gedanken zu sammeln und sich zu überlegen was wirklich wichtig ist. Was will ich – und wie erreiche ich das? Mit einem konkreten Plan kann man selbst den trickreichsten Inneren Schweinehund außer Gefecht setzen.

Die einfachste Form ist eine simple To-Do-Liste. Gegen die hat Norbert gewöhnlich keine Argumente mehr. Und wenn er mir mal wieder mit da Vinci kommt, dann sag ich ihm, er soll mal warten, bis ich so bekannt bin wie dieser.

mano

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